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Erneuter Freispruch im Doping-Fall Ovtcharov

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Dimitrij Ovtcharov. © dpa

Frankfurt/Main - Tischtennis-Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov hat im Kampf gegen Doping-Vorwürfe erneut einen Etappensieg errungen.

 Das Disziplinarorgan Anti-Doping (DOG) des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) bestätigte am Dienstag die Entscheidung des DTTB-Präsidiums, das im Vorjahr den 22 Jahre alten Team-Europameister freigesprochen hatte. Die Nachprüfung war auf Druck der Welt-Anti- Doping-Agentur (WADA) vorgenommen worden. Ovtcharov bleibt damit spielberechtigt.

Nach “intensiver Prüfung des Falls“ sieht die Kommission keinerlei Beweise für ein Dopingverschulden des Weltranglisten-Zwölften. Bei dem Profi, der derzeit für Orenburg in

Russland

spielt, waren in einer Urinprobe am 23. August 2010 in seinem Wohnort Hameln Spuren der verbotenen Substanz Clenbuterol gefunden worden. Ovtcharov beteuerte stets seine Unschuld. Unter anderem mit

Hilfe

einer Haarprobe hatte er dargelegt, dass das Mittel durch verseuchtes

Fleisch

während der

China

Open in seinen Körper gelangt sein müsse.

Diese Sportstars standen unter Dopingverdacht

“Wir sind natürlich froh, dass auch das unabhängige Disziplinarorgan Anti-Doping unsere Entscheidung bestätigt hat“, kommentierte DTTB-Präsident Thomas Weikert das DOG-Urteil. Die DTTB- Führung hatte Ovtcharov bereits am 15. Oktober 2010 vom Doping- Verdacht freigesprochen und eine mehrwöchige Sperre des Sportlers aufgehoben.

Die Anti-Doping-Kommission unter Vorsitz des Bad Kreuznacher Staatsanwalts Hans-Philipp Hübinger berücksichtigte neben der Haarprobe von Ovtcharov auch vier Analysen anderer DTTB-Athleten, die auch an dem Turnier in China teilgenommen hatten. Bei einer Nachkontrolle ihrer Urinproben wurden ebenfalls äußerst geringe Spuren der anabolen Substanz Clenbuterol gefunden - jedoch in noch kleineren Mengen als bei Ovtcharov.

Ganz vom Tisch ist der Fall Ovtcharov mit dem DOG-Beschluss aber nicht. Die WADA, die Nationale-Anti-Doping- Agentur (NADA) und der Tischtennis-Weltverband (ITTF) haben laut DTTB eine Einspruchsfrist von drei Wochen nach dem Eingang der kompletten Akte. Zuständiges Berufungsgericht ist der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne.

dpa

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