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„Wir brauchen einen Notarzt“: Italienische Bahnradfahrerin stürzt bei European Championships schwer

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Von: Antonio José Riether

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Die italienische Bahnradfahrerin Letizia Paternoster verletzte sich beim Ausscheidungsfahren am Samstag
Die italienische Bahnradfahrerin Letizia Paternoster verletzte sich beim Ausscheidungsfahren am Samstag © Pavel Golovkin/dpa

Ein Massensturz beim Bahnradfahren überschattete am Samstag die European Championships in München. Die Italienerin Letizia Paternoster erwischte es dabei hart.

München - Auch bei den European Championships in München erfreut sich der Bahnradsport großer Beliebtheit. Bei der hohen Geschwindigkeit, die die Athletinnen und Athleten bei den Wettkämpfen an den Tag legen, kommt es jedoch ab und an zu Kollisionen und Stürzen. Die Italienerin Letizia Paternoster erwischte es beim Ausscheidungsfahren der Europameisterschaften am Samstagabend nach einem Zusammenprall.

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Beim Ausscheidungsfahren der Frauen kam es in der steilen Kurve nach der Zielgeraden zu einem schweren Massensturz, bei dem mehrere Fahrerinnen zu Fall kamen. Während sich die Fahrerinnen nach dem Sturz nach einer Behandlungspause berappelten, endete der Wettkampf für die 23-jährige Paternoster verletzungsbedingt.

Paternoster musste länger medizinisch behandelt werden. So war in der Live-Übertragung des ZDF war deutlich zu hören, wie jemand rief: „Hallo, wir brauchen einen Notarzt“. Tatsächlich hatte der Sturz Folgen: die Italienerin, die bei ihrem Aufprall auf Nacken, Schulter und Kopf geprallt war, musste unter dem Applaus der Zuschauer mit einer Trage aus der Halle transportiert werden. Ihr Nacken wurde dabei mit einer Halskrause stabilisiert.

Lange gab es keine Informationen zum Gesundheitszustand der Athletin, kurz vor Mitternacht wurde ihre Diagnose jedoch bekannt gegeben. Paternoster hatte sich beim Sturz das rechte Schlüsselbein gebrochen sowie eine Gehirnerschütterung geholt, die Nacht musste sie folglich im Krankenhaus verbringen.

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Ihr Trainer Marco Villa erzählte im Nachgang, was sein Schützling noch zu ihm gesagt hatte. „Sie hat mich gefragt, wo sie ist, aber sie hat mich erkannt und wollte wissen, welche Rennen sie Sonntag fahren soll“, verriet der 53-Jährige. Wann genau Paternoster die Klinik verlassen und zurück nach Italien kann, ist indes noch nicht klar.

Die Stürze beim Bahnradsport sind keine Seltenheit, erst kurz zuvor hatte es einen weiteren Massensturz gegeben, der jedoch ohne Folgen blieb. Kurios: In beide Stürze war die irische Fahrerin Alice Sharpe verwickelt, sie blieb jedoch gänzlich unverletzt und nahm beide Male das Rennen wieder auf. (ajr)

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