Evans gewinnt Tour, Cavendish die Etappe

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Cadel Evans auf der Champs Élysées vor dem Triumphbogen.

Paris - Cadel Evans hat als erster Australier die Tour de France gewonnen. Der 34 Jahre alte Radprofi feierte am Sonntag den größten Erfolg seiner Karriere, als er in Paris das begehrte Gelbe Trikot verliehen bekam.

Der Kapitän des Teams BMC verwies nach 21 Etappen in der Gesamtwertung der 98. Frankreich-Rundfahrt die Brüder Andy und Frank Schleck auf die Plätze zwei und drei. Noch nie hatten in der 108-jährigen Geschichte der Tour zwei Geschwister gemeinsam auf dem Siegerpodest gestanden. Andy Schleck wurde nach den zweiten Plätzen 2009 und 2010, als er jeweils dem diesmal gescheiterten Alberto Contador unterlag, zum dritten Mal in Folge knapp geschlagen.

Die Gewinner der Tour de France seit 1989

Die Gewinner der Tour de France seit 1989

1989: Greg LeMond (USA, auf dem ersten Platz stehend) © Getty Images
1990: Greg LeMond (USA) © Getty Images
1991: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1992: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1993: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1994: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1995: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1996: Bjarne Riis (Dänemark) Riis gab später zu, gedopt zu haben . Die Disqualifikation ist nicht möglich, da die Verwendung von Doping nach acht Jahren verjährt. Die Organisatoren der Tour de France hatte Riis zunächst aus ihrer Siegerliste gestrichen. Mittlerweile wird er dort wieder geführt. © Getty Images
1997: Jan Ullrich (Deutschland) © Getty Images
1998: Marco Pantani (Italien) © Getty Images
1999: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2000: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2001: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2002: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2003: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2004: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2005: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2006: Floyd Landis (USA). Landis wurde aber am 21. September 2007 der Titel aberkannt. Er war positiv auf Testosteron getestet worden. © Getty Images
Dafür wurde Oscar Pereiro nachträglich zum Gewinner der Tour de France 2006 erklärt. © Getty Images
2007: Alberto Contador (Spanien) © Getty Images
2008: Carlos Sastre (Spanien) © Getty Images
2009: Alberto Contador (Spanien) © Getty Images
2010: Alberto Contador (Spanien) © dpa
2011: Cadel Evans (Australien) © ap
2012: Bradley Wiggins (Großbritannien) © ap

Die letzte Etappe, für die Klassementfahrer traditionell ein Schaulaufen ohne Attacken, gewann Ausnahme-Sprinter Mark Cavendish, der seinen fünfte Tagessieg in diesem Jahr und den insgesamt 20. Etappenerfolg seiner Karriere feierte. Der Fahrer von der Isle of Man verteidigte damit auch sein Grünes Trikot. Cavendish, HTC-Teamkollege des am Samstag im Zeitfahren erfolgreichen Tony Martin, gewann zum ersten Mal die Punktewertung. Auf den Champs Élysées besiegte er den Norweger Edvald Boasson Hagen und André Greipel aus Rostock.

Die in diesem Jahr kürzeste Etappe über 95 Kilometer, vor der die Fahrer in einer Schweigeminute der Opfer der Anschläge in Norwegen gedacht hatten, brachte keine Veränderung in den anderen Wertungen. Das gepunktete Trikot des besten Kletterers gewann der spanische Olympiasieger Samuel Sanchez. Bester Jungprofi und damit Gewinner des Weißen Jerseys wurde Pierre Rolland aus Frankreich, der in L'Alpe d'Huez am Freitag den einzigen Heimsieg in diesem Jahr gefeiert hatte.

dpa

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