Center der Bayern-Basketballer teilt auf seiner Haut persönliche Geschichten

Über 200 Tattoos: Jalen Reynolds erklärt seine Körperkunst

Basketball-Spieler Jalen Reynolds zeigt ein Tattoo seiner Tochter
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Kunstwerk auf der Haut: Das Porträt seiner Tochter Milan dauerte vier Stunden

Neuzugang Jalen Reynolds liefert bislang für die Basketballer des FC Bayern ab. Und sorgt auch neben dem Court für Aufsehen. Auf seiner Haut erzählt Reynolds Geschichten.

  • Jalen Reynolds spielt für die Basketballer des FC Bayern
  • Auf seinem Körper hat der Center über 200 Tattoos
  • Das erste Tattoo ließ er sich mit 14 Jahren stechen

München – Wade Baldwin brachte es auf den Punkt. „Jalen war ein Monster heute“, sagte der 24-Jährige nach dem Sieg gegen Belgrad über seinen Teamkollegen. Und in der Tat: Jalen Reynolds liefert bislang für die Basketballer des FC Bayern ab. In der Euroleague gehört der Neuzugang mit elf Rebounds pro Spiel zur absoluten Elite. Mit spektakulären Dunks und aggressiven Blocks sorgt er immer wieder für die Highlights im Spiel.

Doch auch abseits vom Court sorgt der 2,08 m große Hüne für Aufsehen. Da genügt ein kurzer Blick auf seinen Körper. Unserer Zeitung präsentierte Reynolds seine Heiligtümer auf der Haut, eine umfassende Tattoo-Sammlung. An sein erstes kann er sich noch gut erinnern. Mit vierzehn Jahren ließ er sich die Initialen seiner Mutter Rachel auf den Waden verewigen: „Das hat ziemlich geschmerzt.“ Und die Reaktion der Mama? „Sie hat mich gefragt: ,Oh mein Gott, was machst du da? Du ruinierst deinen Körper.’ Wie Mütter eben sind.“

Das erste Tattoo: die Initialen seiner Mutter

Doch für Reynolds sind Tattoos fortan wie eine Sucht, er kann nicht genug davon bekommen. Auf dem linken Arm hat er ein Porträt seiner Tochter Milan, vier Stunden dauerte das Kunstwerk: „Es ist auf meinen Venen, in der Nähe von meinem Herzen“, sagt Reynolds, „Es ist manchmal hart, so oft so weit entfernt von ihr zu sein. Ich gebe jeden Tag alles, um ihr das beste Leben zu ermöglichen.“

Für den 27-Jährigen ist der Körper sein Tempel. Eine Möglichkeit, um seine Kunst und seine Wurzeln zu präsentieren. Besonders stolz ist er auf die Skyline von Detroit auf dem rechten Oberarm. In der „Motor City“ ist Reynolds geboren und aufgewachsen: „Wenn Leute das sehen, wissen sie gleich ,Oh, das ist ein Junge aus Detroit.’ Ich trage meine Heimat immer bei mir.“ Noch heute ist der Center ein großer Fan der Detroit Lions (Football), Pistons (Basketball), Red Wings (Eishockey) und Tigers (Baseball).

Reynolds erzählt mit seinen Tattoos Geschichten und teilt Erinnerungen. Erinnerungen an besondere Personen etwa. Der Name „Ruth“ auf seiner Stirn steht für die verstorbene Großmutter. Reynolds konnte sie nicht mehr sehen, bevor sie starb, da er weit entfernt Basketball spielte: „Ich werde weiter hart an mir arbeiten, um sie stolz zu machen.“

Mit seinen Leistungen bislang ist das Kraftpaket einverstanden, aber noch keinesfalls zufrieden. Es ist noch Luft nach oben, genau wie auf seinem Körper.

Über 200 Tattoos hat der Amerikaner mittlerweile. Die Planungen für neue laufen bereits: „Ich will ein paar mehr Tiere haben in der Zukunft.“ Reynolds sieht eine Parallele zu seiner Rolle als Basketballspieler: „Ich liebe Tiere. Sie verkörpern auch meine Spielweise. Ich bin ein Biest auf dem Platz, habe immer Hunger. Und werde alles dafür tun, um zu überleben.“

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