Sommerspiele in Tokio

Ferreira und Moore erste Olympia-Sieger im Surfen

Italo Ferreira
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Erster Olympia-Sieger im Surfen: Italo Ferreira.

Kurz vor dem Ende der Olympia-Premiere der Surferinnen und Surfer leuchtete sogar ein Regenbogen am Himmel über dem Strand. Eine Amerikanerin und ein Brasilianer sind die ersten Olympiasieger im Wellenreiten.

Tokio - Carissa Moore und Italo Ferreira haben die Olympia-Premiere im Surfen gewonnen. Die beiden Wellenreiter aus den USA und Brasilien setzten sich am Dienstag am Tsurigasaki Surfing Beach mehr oder weniger klar durch.

In Männer-Finale gelang Ferreira (28) ein deutlicher Erfolg gegen den in den USA geborenen Japaner Kanoa Igarashi (23). „In den letzten Monaten habe ich viel trainiert, nur um diesen Moment zu erleben“, sagte er. „Danke Gott für die Gelegenheit, hier zu sein, und das zu tun, was ich liebe.“

Brett gebrochen, trotzdem Gold

Sogar sein im Wettkampf gebrochenes Brett brachte Ferreira nicht aus dem Konzept: „Ich habe mir nur gedacht: Geh' an den Strand, hole ein anderes Brett, und versuche es noch einmal. Und genau das habe ich getan.“ Nach seinem Sieg wurde Ferreira auf den Schultern seiner Team-Mitglieder aus dem Wasser getragen. „Das war einer der besten Momente. Dieser Augenblick war etwas ganz Besonderes“, sagte der Sohn eines Fischers. Dritter bei den Männern wurde der Australier Owen Wright, der im Kampf um Bronze den Brasilianer Gabriel Medina besiegte.

Im abschließenden Frauen-Heat unter dem wolkenverhangenen Himmel gewann die in Honolulu geborene Carissa Moore (28) ebenfalls recht deutlich gegen Bianca Buitendag (27) aus Südafrika. Die Japanerin Amuro Suzuki holte Bronze durch einen Erfolg im kleinen Finale gegen die Amerikanerin Caroline Marks.

Der einzige deutsche Surfer Leon Glatzer (24) war bei der Olympia-Premiere bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. „Das war eine unglaubliche Erfahrung, eine einmalige Erfahrung“, sagte Glatzer danach. Das Surfen war wie Sportklettern, Skateboard und Karate in Tokio erstmals im olympischen Programm vertreten. dpa

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