Flensburg macht Titelrennen spannend - HSV siegt mit neuem Coach

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Lasse Svan Hansen erzielte sechs Tore für die Flensburger. Foto: Malte Christians

Hamburg (dpa) - Die SG Flensburg-Handewitt hat die Meisterschaft in der Handball-Bundesliga noch spannender gemacht.

Der Tabellendritte gewann in eigener Halle gegen den Spitzenreiter THW Kiel mit 26:22 (15:11) und ist mit 29:7 Punkten dritter Titelaspirant neben den Rhein-Neckar Löwen und dem THW (je 32:6 Punkte). Erfolgreichster Torschütze war Lasse Svan Hansen (6) bei Flensburg. Auf Kieler Seite traf Marko Vujin (7) am häufigsten.

Im 80. Nord-Derby lagen die Flensburger vor 6300 begeisterten Zuschauern in der seit September ausverkauften Flens-Arena von Beginn an in Führung. Vor allem Torhüter Mattias Andersson hatte einen starken Tag und vereitelte mit zahlreichen Paraden eine Führung des THW. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zog die SG, die auf die verletzten Jim Gottfridsson und Johan Jakobsson verzichten musste, auf 17:11 davon und sah wie der sichere Sieger aus. Die Kieler wechselten Torhüter Andreas Palicka gegen den glücklosen Johan Sjöstrand ein und kamen besser zum Zuge. Binnen sieben Minuten reduzierten sie den Sechs-Tore-Rückstand auf 16:17.

Die Flensburger mobilisierten ihre letzten Kraftreserven und hielten den Titelfavoriten auf Distanz. Andersson im Tor wuchs über sich hinaus und parierte in der Schlussphase reihenweise Würfe der Gäste. Der THW verpasste seinen 50. Sieg im Nordduell und ist seit 2011 ohne Erfolg beim Nachbarn.

Verfolger des Spitzentrios bleibt der SC Magdeburg. Die Mannschaft gewann beim Aufsteiger HC Erlangen mit 28:19 (14:8). Dagegen fielen die Füchse Berlin in der Tabelle auf den zehnten Platz zurück. Der Pokalsieger zog beim Bergischen HC mit 25:30 den Kürzeren. Beim HSV Hamburg hatte die Beurlaubung von Trainer Christian Gaudin nach drei Niederlagen einen positiven Effekt. Interimscoach Jens Häusler führte sein Team im Spiel bei Hannover-Burgdorf zu einem sichern 36:30-Erfolg. Der HSV verbesserte sich um einen Rang auf Platz acht. Die MT Melsungen siegte beim direkten Verfolger VfL Gummersbach mit 32:26 (21:15) und sorgte für einen Zwei-Punkte-Puffer auf die Oberbergischen.

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