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Dieser Sport will nach München!

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Von: Tobias Kimmel

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Dieser Sport will nach München!

Australien hat Mitchell Mortaza bereits beglückt. Der Boss der Lingerie Football League war mit seinen halbnackten Spielerinnen zu Testspielen in Sydney und Brisbane, um den heißen Unterwäschesport populärer zu machen. Dessen Prinzip: Durchtrainierte Models mit wenig Schutzkleidung zeigen wie im American Football vollen Körpereinsatz.

In Sydney war durch ein übles Textilvergehen in einer Aktion sogar der blanke Hintern der Spielerin Jaleesa McCrary zu sehen (siehe Fotostrecke unten). Werbemission geglückt.

In den USA ist das heiße Spiel vor allem bei Männern beliebt. Der Lingerie Bowl, das Finale der Showliga, wird in der Halbzeit des übermächtigen NFL-Finales Super Bowl im Pay-TV gezeigt. Auch die diesjährigen Gastauftritte in Down Under und Mexiko Stadt waren ausverkauft. "Wir genießen den Erfolg in den USA, aber der Hunger auf LFL-Football war international sogar noch größer", berichtet Mortaza tz-online.de. Deswegen soll bald die ganze Welt zusehen, auch die deutschen Männer. 

Die LFL Canada startet im Herbst diesen Jahres, in Australien geht's 2013 los. 2014 soll schließlich die LFL Europa mit drei deutschen Teams an den Start gehen, wie Liga-Boss Mortaza gegenüber tz-online bestätigt: "Innerhalb der LFL Europa liegt unser Fokus wegen der Sportverrücktheit und dem Interesse an American Football auf Deutschland." 

Neben den Football-Hochburgen Frankfurt am Main und Düsseldorf, die schon in der 2007 gescheiterten American-Football-Liga NFL Europa zu den beliebtesten Standorten zählten, bekommt womöglich auch München eine feste Mannschaft. Zwar hat die bayerische Landeshauptstadt keinen Stamm an Football-Fans wie Düsseldorf und Frankfurt am Main, mit den Munich Cowboys aber immerhin ein Team in der höchsten deutschen Spielklasse GFL.

Mortaza sucht für sein Projekt eine Halle, die idealerweise 15.000 bis 20.000 Zuschauer fasst. Die Olympiahalle wäre mit knapp 12.500 Sitzen eine Option. Der LFL-Boss schließt aber auch ein Stadion nicht aus. Im Dantestadion, wo die Munich Cowboys spielen, sind aus Sicherheitsgründen nur noch 12.000 Besucher erlaubt. Weil die Allianz Arena und das Olympiastadion undenkbar sind und das Grünwalder Stadion nach seinem Umbau zu klein sein wird, käme ansonsten nur der Sportpark Unterhaching mit einem Fassungsvermögen von gut 15.000 Zuschauern in Frage.

Bevor er die Vereine installiert, will Mortaza die deutschen Männer mit einer Werbetour auf den Geschmack bringen. Dafür sucht er noch einen Organisator. Prüde sollte dieser nicht sein. 

Tobias Kimmel

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