Start der Formel-1-Tests

Monster oder Müll? Das können die neuen F1-Flitzer von Ferrari, Mercedes und Red Bull

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Wie gut sind die neuen Formel-1-Boliden von Ferrari, Mercedes und Red Bull? Die Tests geben erste Aufschlüsse.

Wird die neue „rote Göttin“ Sebastian Vettel den ersten Ferrari-Titel bescheren? Und was hat die Konkurrenz ausgetüftelt? Formel-1-Experte Marc Surer analysiert für uns die Rennfahrzeuge.

Jetzt wird es ernst: In Barcelona finden die ersten Testfahrten für die Formel-1-Saison 2018 statt. Dann zählt es. Es wird ein Dreikampf zwischen Ferrari, Mercedes und Red Bull erwartet. Wir vergleichen die drei Autos, die vergangene Woche vorgestellt wurden. 

Formel 1 2018: Das sind die Rennwagen von Ferrari, Mercedes und Red Bull

Ferrari: Das H beim SF71H könnte auch für Hoffnung stehen - die neue rote Göttin soll den ersten Titel für Sebastian Vettel (30) mit Ferrari bringen. Während Ferrari-Boss Sergio Marchionne noch unschlüssig ist, ob seine Ingenieure ein „Monster oder Müll“ produziert haben, ist Vettel optimistisch: „Was dieses Jahr einen großen Unterschied macht, ist die Aufmerksamkeit fürs Detail. Alles hängt miteinander zusammen. Wir haben sehr viel aufgeräumt und mehr Platz gewonnen. Deshalb konnten wir noch radikaler ans Werk gehen. 

Beispiel Seitenkästen: Bei ihnen sind wir noch aggressiver, als wir es letztes Jahr schon waren.“ F1-Experte Marc Surer ist ebenfalls angetan: „Das Auto wirkt extrem schmal und wie eine Einheit. Das Besondere neben dem Luftschlitz in den Spiegeln ist der längere Radstand. Damit will Ferrari auf Strecken mit superschnellen Kurven besser werden. Das war die Schwäche 2017. Auf langsameren Kursen könnten sie ihren Vorteil durch einen geringeren Reifenverschleiß aufrechterhalten.“ 

Mercedes: Bei Weltmeister Mercedes gab es für Surer keinen Grund, das Konzept groß zu ändern. Der Schweizer Ex-Formel-1-Pilot: „Never change a winning car. Im Gegensatz zu fast allen anderen Teams gab es für die Silberpfeil-Ingenieure auch keinen Anlass, die Ferrari-Kästen zu kopieren. Die Mercedes-Techniker vertrauen sogar weiterhin auf den langen Radstand, obwohl der mit Sicherheit auch 2018 leichte Nachteile auf langsamen Strecken wie Monaco oder Singapur hat. Der Mercedes W07 hat immer noch die schönste Nase und die große Airbox. Die Kühler sind extrem schmal, weil beim Mercedes die Airbox für einen großen Teil der Motorkühlung sorgt. Was mir besonders auffällt, sind zwei kleine Hörner am Chassis, welche der Luft die Richtung geben sollen.“ 

Red Bull:

Der neue Red Bull ist für Surer auf den ersten Blick das interessanteste Rennauto der Formel-1-Saison 2018. Surer: „Die Aufhängung beispielsweise ist leicht gebogen, um die Aerodynamik zu verbessern. Die Seitenkästen haben relativ große Einlässe, um den Motor ausreichend zu kühlen. Ich traue Red Bull zu - wenn Renault mitspielt -, in diesem Jahr von Anfang an bei der Musik zu sein.“ 

Ralf Bach

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