Deutscher Fußball-Bund

Freitag plädiert für personellen Neuanfang beim DFB

Dagmar Freitag
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Dagmar Freitag scheidet im September als SPD-Politikerin aus dem Bundestag aus.

Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses kritisiert, dass seit vielen Jahren dieselben Personen Einfluss im DFB haben. Sie hofft auf weibliche Verstärkung im Führungspersonal.

Berlin - Dagmar Freitag wünscht sich eine personelle Neuausrichtung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Es sind seit Jahren dieselben Personen, die Einfluss auf die Auswahl des neuen Führungspersonals nehmen, und das mit bescheidenem Erfolg.“ Der DFB wird seit dem Rücktritt von Präsident Fritz Keller interimistisch von Peter Peters und Rainer Koch geführt.

„Persönlich setze ich meine Hoffnungen darauf, dass die unverbrauchte, unbestritten kenntnisreiche Sichtweise der Frauengruppe um Katja Kraus und Almuth Schult endlich Gehör innerhalb des DFB findet“, sagte die 68 Jahre alte Freitag. „Denn das gerade für die Amateure im DFB notwendige Vertrauen in das Führungspersonal zurückzugewinnen wird mit einigen der bisherigen Köpfe aus meiner Sicht nicht gelingen.“

Die im September aus dem Bundestag ausscheidende SPD-Politikerin kritisiert zudem die Auswüchse des Profi-Fußballs. „Was hat es noch mit Sport zu tun, wenn für einen zwanzigjährigen Fußballspieler mal eben eine Ablösesumme von 175 Millionen Euro im Raum steht? Die Spieler sind Luxusgüter, übrigens auch mit Auswirkungen auf die Aktienkurse der jeweiligen Vereine“, sagte Freitag in Anspielung auf den Dortmunder Stürmer Erling Haaland. Freitag beklagte zudem: „Und diese Spieler müssen auf den Platz, selbst kurz nach beispielsweise einer Covid-19-Infektion, ohne dass die Langzeitfolgen einer solchen Erkrankung hinreichend erforscht sind.“ dpa

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