tz-Interview mit dem französischen Tennis-Star

Gaël Monfils: Abflug zum Aumeister

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Gaël ­Monfils.

Auf der ATP-Tour ist Gaël Monfils bekannt für seine emotionale und spektakuläre Spielweise. Ende April hat sich der Franzose für die BMW Open by FWU AG (25. April bis 03. Mai)angekündigt. Die tz hat vorab mit „Lamonf“ gesprochen.

Die Mutter kommt aus Martinique, der Vater aus ­Guadeloupe, Sohn Gaël Monfils wurde 1986 in Paris geboren. Auf der ATP-Tour ist der 28-Jährige bekannt für seine emotionale und spektakuläre Spielweise. Ende April hat sich der Franzose für die BMW Open by FWU AG (25. April bis 03. Mai) angekündigt. Die tz hat vorab mit „Lamonf“ gesprochen.

Gaël, Sie sind in ­Miami gestürzt. Müssen wir uns Sorgen machen um Ihren München-Start?

Monfils: Ich will definitiv spielen. Vergangenes Jahr war ich sehr enttäuscht, dass ich die BMW Open wegen einer Verletzung am Handgelenk absagen musste. Ich bin gerne in München, die Tennisanlage, der kleine Klub, die gute Organisation, die netten Menschen, ich mag das.

Können Sie wieder trainieren?

Monfils: Ich stand inzwischen schon wieder auf dem Platz. Es war noch nicht perfekt, aber ganz in Ordnung. Ich mache viel Physiotherapie, mal sehen, wie sich die Hüfte entwickelt.

In Jan de Witt haben Sie einen deutschen Coach. Wie steht’s um die Sprachkenntnisse?

Monfils: Wir sprechen meistens Englisch, außerdem kann Jan gut Französisch. Mein Deutsch ist sehr begrenzt, aber für den ein oder anderen Spaß reicht es.

De Witt trainiert auch Ihren Landsmann Gilles Simon, kam die Verbindung über ihn zustande?

Monfils: Nein, Jan ist seit vielen Jahren auf der Tour, ich kenne ihn schon länger. Ich wollte mich verändern, wir haben gesprochen und sind uns einig geworden. Die zwei Jahre ohne Trainer war auch sehr gut, ich stand vergangenes Jahr bei den French Open und den US Open im Viertelfinale, das hatte ich mit Trainer nicht geschafft. Es ist also nicht so, dass mir klar geworden ist, dass es ohne Trainer nicht geht. Aber ich wollte um mich eine neue Mannschaft aufstellen, einfach etwas verändern.

Sie werden manchmal als Bruder Leichtfuß und Faxenmacher verkannt. Wie läuft die Zusammenarbeit mit de Witt?

Monfils: Ich weiß nicht, wer so etwas immer behauptet. Thierry Champion, Rémi Barbarin und meine anderen Trainer werden Ihnen nie etwas Schlechtes über mich erzählen. Nennen Sie mir Namen von den Leuten, die so etwas behaupten, das würde mich interessieren.

Sie haben gesagt, dass Sie Tennis nicht als Ihren Job sehen, stimm das?

Monfils: Es ist eine Mischung. Das Reisen und alle Aktionen außerhalb des Platzes gehören für mich zum Job, aber wenn ich den Schläger in der Hand halte, dann ist das ein Geschenk für mich. Ich bin mir nicht sicher, ob jeder Tennisprofi seinen Sport liebt, für mich ist dieser Teil keine Arbeit, sondern Leidenschaft. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mein Geld damit verdienen kann. Als Kind war das nie mein Ziel, auch meine Eltern haben mich nie zu einer Tenniskarriere gedrängt.

Im Internet gibt’s ein Video von Ihnen als Elfjähriger. Sie werden als möglicher Nachfolger von Frankreichs Tennislegende Yannick Noah vorgestellt. Ist er ein Vorbild?

Monfils: Yannick hat viel gewonnen, davor habe ich Respekt. Aber mein Vorbild ist Arthur Ashe. Er war unter anderem der erste dunkelhäutige Tennisspieler, der für das Daviscup-Team der USA nominiert wurde, er war sehr wichtig für die Entwicklung des Tennissports.

Noah lieben die Zuschauer heute noch. Ihr Spielstil ist spektakulär, sehen auch Sie sich als Entertainer?

Monfils: Ich höre immer wieder, dass die Menschen mich gerne spielen sehen. Der Typ auf dem Platz, das bin einfach ich, dafür muss ich mich nicht verstellen. Wenn meine Art den Zuschauern gefällt, freut mich das. Hin und wieder gelingt mir ein sehenswerter Schlag, aber das trainiere ich nicht, es passiert einfach. Das hat fast etwas Magisches.

Noahs Sohn ist Basketballprofi in der NBA. Auch Sie sind sehr talentiert, hätten Sie auch eine Basketballkarriere starten können?

Monfils: Ich mag Basketball und spiele gerne in der Freizeit. Ob es zum Profi gereicht hätte, ist schwer zu sagen. Jede Sportart hat andere Anforderungen, und man weiß nie, was passiert wäre. Im Singen kann ich mit der Familie Noah auf jeden Fall nicht mithalten, und ich kann auch nicht Gitarre spielen.

Dafür wissen wir spätestens seit Ihrer French-Open-Einlage im letzten Jahr, dass Sie über ansehnliche Break-Dance-Fähigkeiten verfügen.

Monfils: Sagen wir so, ich habe ein paar Moves.

Gut, dann haben Sie jetzt die einmalige Chance: Wenn Sie in München den Titel gewinnen, tanzen Sie über den Center Court?!

Monfils: Abgemacht, davon können Sie ausgehen. Interview:

Mathias Müller

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