Glutenunverträglichkeit: Auch Topsportler leiden

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Jerome Boateng und Andrea Henkel leiden an Glutenunverträglichkeit

München - Glutenunverträglichkeit ist auch im Spitzensport verbreitet: Novak Djokovic und Sabine Lisicki leiden darunter, ebenso Bayern-Fußballer Jerome Boateng oder die Biathleten Christoph Stephan und Andrea Henkel.

Zöliakie? Glutenunverträglichkeit? Mit diesen Begriffen können in Deutschland noch immer sehr wenige Menschen etwas anfangen, dabei sind Schätzungen zufolge deutschlandweit rund 400 000 Menschen davon betroffen. Auch im Spitzensport ist die Krankheit verbreitet: Novak Djokovic und Sabine Lisicki leiden darunter, ebenso Bayern-Fußballer Jerome Boateng oder die Biathleten Christoph Stephan und Andrea Henkel.

Gastroenterologe Dr. Michael Römer (60), der seine Münchner Praxis in der Sendlinger Straße 21 führt, erklärt in der tz: „Zöliakie ist ein genetischer Defekt, der in jedem Alter auftreten kann. Bei einer Unverträglichkeit kommt es zu einer Entzündung im Dünndarm, die Zotten werden zerstört. Dadurch wird die Aufnahme von Nahrungsmitteln und Vitaminen reduziert. Dies führt zu Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Vitaminmangelzuständen.“

Die Symptome sind vielfältig. Manche Menschen klagen über Gelenkbeschwerden, Osteoporose oder Diabetes. Auch der Verlauf der Zöliakie ist unterschiedlich. Dr. Römer: „Es kann dominant, aber auch sehr milde sein, sodass sie entweder erst spät entdeckt wird, oder dass direkt nach der Geburt ein Entwicklungsrückstand vorliegt.“

Eine spezielle Diät ist bei Glutenunverträglichkeit allerdings nicht möglich. „Die einzige Möglichkeit besteht darin, glutenhaltige Nahrungsmittel zu ersetzen“, so Dr. Römer. Von Brot über Nudeln bis hin zu Müsli und Süßigkeiten bietet beispielsweise die Firma Schär insgesamt 90 glutenfreie Produkte an. Die Idee ist, auf lange Sicht alle Nahrungsmittel in glutenfreier Variante anbieten zu können.

Und für alle, die trotz Zöliakie nicht aufs Reisen verzichten wollen: Auf http://www.glutenfreeroads.com/de/ können Betroffene ihre Reiseroute auf glutenfreie Geschäfte, Restaurants und Hotels überprüfen – für einen ganz unbeschwerten Urlaub. Demnächst gibt’s wohl sogar eine entsprechende App...

Sina Ojo

„Schön, jetzt weiß ich, woran’s liegt“

Sie ist zweimalige Olympiasiegerin, siebenfache Weltmeisterin, erst vor einer Woche wurde sie auf Rollerski Deutsche Meisterin. Mit der tz spricht Biathletin Andrea Henkel über Glutenunverträglichkeit.

Wie haben Sie erfahren, dass Sie betroffen sind?

Henkel: Ich hatte schon immer Magen-Darm-Probleme. Ich wusste zwar nicht, woran das liegt, habe mir aber auch nicht permanent Gedanken gemacht. Bei einer Untersuchung im letzten Jahr kam dann eben heraus, dass ich Glutenunverträglichkeit habe. Das hat einiges erklärt.

Sie haben von Magen-Darm-Problemen gesprochen. Gibt es noch andere Symptome?

Henkel: Es gibt viele verschiedene Symptome. Von Blähbauch bis starken Durchfällen, selbst Müdigkeit oder Hyperaktivität. Dadurch kommt man auch schwer drauf, dass das vom Weizen oder Roggen oder Dinkel kommt.

Wie haben Sie auf diese Diagnose reagiert?

Henkel: Meine erste Reaktion war: Schön, jetzt weiß ich, woran es liegt. Ich habe mich gefreut, dass etwas gefunden wurde, damit ich nicht mehr diese Darmprobleme habe. Aber am Anfang wusste ich damit nichts anzufangen.

Ist unbesorgtes Essen jetzt noch möglich?

Henkel: Unbesorgt? Ich würde sagen, mit der Zeit wächst man rein. Es gibt natürlich Regeln, die man befolgen muss, aber es gehört halt zum Leben dazu. Es gibt schließlich auch Menschen, die keine Nüsse essen können. Die müssen genauso drauf achten.

Als Biathletin reisen Sie sehr viel. Sind die Hotels auf Glutenunverträglichkeit eingestellt?

Henkel: Nein, man muss sich da selbst drauf einstellen. Man muss ein bisschen planen. In Sibirien habe ich zum Beispiel eine Kochplatte mitgenommen und einen Topf. Man wird richtig einfallsreich (lacht).

Gerade als Leistungssportlerin sind Sie auf Energielieferanten wie Nudeln angewiesen…

Henkel: Das mit den Nudeln finde ich immer ein bisschen übertrieben bei den Leistungssportlern. Es gibt so viele kohlehydratreiche Produkte wie Quinoa, Hirsebrei oder Kartoffeln, und das sind ganz natürliche Produkte. Nudeln sind ja irgendwie hergestellt. Es gibt zwar auch glutenfreie Nudeln, aber ich brauche nicht zweimal am Tag Nudeln.

Der große Frische-Test: So finden Sie die besten Lebensmittel

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Hätten Sie gewusst, dass man Eier zwei Wochen über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus verzehren kann? Oder woran man frischen Fisch erkennt? Hier geben Experten Tipps für den Einkauf, die Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln: © dpa
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Backwaren: Generell gilt: Je größer der Krustenanteil im Verhältnis zur Menge, desto schneller trocknet das Brot aus. Ein großer Laib bleibt darum eine Woche frisch, Semmeln, selbst wenn sie aus demselben Teig gebacken wurden, nur einen Tag. © dpa
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Brezn haben einen sehr hohen Krustenanteil, sie schmecken maximal einen Tag frisch. Lauge und Salz ziehen ­außerdem extrem Wasser, bei feuchtwarmer Witterung können Brezn schon nach wenigen Stunden außen lätschert und innen trocken sein. „Eine frische Breze muss fein splittern, wenn man sie mit der Handfläche drückt“, sagt Bäcker- und Konditormeister Magnus Müller-Rischart von der Bäckerei Rischart. Wichtig: Brot ist sehr schimmelanfällig – bei Befall auf keinen Fall mehr essen, da die Schimmelsporen das ganze Brot durchziehen. © 
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Obst & Gemüse: Grundsätzlich gilt: Bei Obst und Gemüse vermehren sich Bakterien meist zuerst auf Druckstellen, da hier die Oberfläche angegriffen ist. Elisabeth Sigrüner vom Obst- und Gemüsestand Fruitique am Viktualienmarkt gibt den Tipp für Ihren Einkauf: Blätter oder Stängel dürfen nicht welk oder vergilbt sein, die Wurzeln nicht verholzt oder braun, die Schale muss prall sein. © 
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Tomaten: Frischetest: Beim Kauf da­rauf achten, dass die Stiele grün und saftig sind. Lagerung: Nicht in den Kühlschrank legen, sonst verlieren sie ihr Aroma. Bei Zimmertemperatur halten sie sich bis zu zehn Tage. Tipp: Tomaten sind Nachtschattengewächse, ihr Strunk enthält das giftige Alkaloid Solanin. Der Verzehr in großen Mengen kann zu Vergiftungen führen – also immer den Strunk entfernen! © dpa
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Grüner Salat: Frischetest: Der Strunk darf nicht angefault sein, stattdessen von heller Farbe. Ist er dunkel verfärbt, liegt der Salat schon ein paar Tage. Die Köpfe sollten fest und geschlossen sein. Lagerung: Im ­Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Salat in Zeitungspapier eingewickelt drei bis vier ­Tage. Tipp: Freiland­salat hat festere Blätter als Salat aus dem Gewächshaus. Das ist normal und kein Zeichen von minderer Qualität! © dpa
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Avocado: Frischetest: Beim Kauf sollte die Frucht dem Händedruck nachgeben. Auf keinen Fall zu harte Exemplare auswählen, da Avocados schlecht nachreifen. Lagerung: Bei Zimmertempe­ratur. Tipp: Beim Reifetest immer mit der ganzen Hand drücken, nicht nur mit Daumen und Zeigefinger, das gibt Druckstellen. © dpa
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Erdbeeren: Frischetest: Der Stiel sollte grün und saftig sein, die Früchte keine Druckstellen aufweisen. Lagerung: In einer Papiertüte im Kühlschrank. Tipp: Erdbeeren verlieren bereits in den ersten zwölf Stunden nach dem Pflücken einen großen Teil ihrer über 300 Aromen. Am besten gleich vernaschen! © dpa
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Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen: Frischetest: Pralle Haut, die Frucht sollte dem Händedruck leicht nachgeben. Lagerung: Bei großer Hitze im Kühlschrank ­wegen der Fruchtfliegen, ansonsten bei Zimmertemperatur. Tipp: Pfirsiche und Aprikosen verderben schneller als Nektarinen. Alle drei Fruchtsorten reifen gut nach. © 
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Äpfel: Frischetest: Die neue Ernte hat begonnen. Aber auch bei Lager­äpfeln sollte die Schale prall und knackig und der Stiel fest sein. Lagerung: In der Speisekammer oder im Keller. © dpa
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Trauben: Frischetest: Bei Hitze trocknen die Stiele schnell aus, die Früchte sind aber meistens noch gut. Braune Stellen sind nicht unbedingt ein Zeichen von Verderb, sondern enstehen bei sehr süßen Trauben auch durch Zuckerablagerungen. Lagerung: Im Kühlschrank oder auch im Keller. © 
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Spargel: Frischetest: Die Köpfe müssen geschlossen und bei weißem Spargel unverfärbt sein. Bei leichten Druck mit den Fingernägeln auf die Schnitt-Enden sollte Saft aus­treten. Lagerung: In ein feuchtes Tuch gewickelt hält sich Spargel zwei bis drei Tage im Kühlschrank. © dpa
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Kartoffel: Frischetest: Die Schale sollte fest und glatt sein. Lagerung: Kühl und dunkel, möglichst im Keller. Triebe vor dem Kochen großzügig ausschneiden, dann ist der Verzehr unbedenklich. © 
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Pilze: Frischetest: Die Köpfe sollten geschlossen und bei Champignons weiß sein. Lagerung: Im Kühlschrank, aber nie in einer Plastiktüte. Die Pilze werden sonst feucht und ­verderben schnell. Tipp: Vorsicht bei aufgewärmten Pilzgerichten: Es bilden sich sehr schnell Bakterien. Heben Sie Reste höchstens einen Tag im Kühlschrank auf. © 
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Frische Kräuter: Lagerung: Geschnittene Kräuter sind sehr empfindlich. Am besten in nasser Zeitung im Kühlschrank lagern, dann sind sie auch nach einer Woche noch wie frisch geschnitten! © 
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Marmelade: Angebrochene Gläser im Kühlschrank lagern. Fängt die Marmelade an zu schimmeln, werfen Sie das ganze Glas weg. Da Konfitüre stark wasserhaltig ist, verteilt sich das Schimmelpilzgift unsichtbar im gesamten Glas. © dpa
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Suppen & Soßen: Schimmelige Suppen oder Soßen müssen sofort weggeworfen worden. Der Schimmel verteilt sich unsichtbar in der gesamten Flüssigkeit. © dpa
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Fisch: Genau hinschauen und riechen beim Fisch: Die Augen sind klar und voll, die Kiemen fest und hellrosa, aber nicht rot verfärbt. Die Haut ist glänzend und von einer wasserklaren Schleimschicht (nicht zähflüssig!) überzogen. Der Fisch riecht angenehm nach Küste, Meer und Seetang, nicht unangenehm „fischig“. Frischer Fisch hält sich maximal zwei Tage im Kühlschrank! © 
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Sushi: Jede Speise, die rohe Lebensmittel (Fisch, Fleisch, aber auch Gemüse) enthält, ist leicht verderblich. Sushi darf keine Trockenstellen aufweisen. Der Fisch muss von einheitlicher Farbe und gleichmäßigem Glanz sein und darf nicht riechen. © 
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Fleisch: Die Farbe ist kräftig, nie blass. Rindfleisch ist dunkelrot, Schweinefleisch eher rosa. Das sichtbare Fett ist strahlend weiß bis leicht gelblich – aber nie grau. Das Fleisch sieht saftig aus, ohne eine glasige Oberfläche zu haben. Es hat auch keine Trockenränder. Fleisch hat einen normalen Eigengeruch, darf aber nicht säuerlich oder muffig sein. © 
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Rindfleisch: Damit es mürbe und zart wird, muss es im Kühlhaus einige Tage abhängen. Frisch geschlachtet wird es beim Garen nicht zart, sondern zäh. © 
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Schweinefleisch & Geflügel: Es sollte immer frisch verzehrt werden. Bei Geflügel besteht Salmonellengefahr. Immer gut durchgegart verspeisen (mindestens zehn Minuten bei 70 bis 80 Grad)! © 
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Hackfleisch: Gehacktes ist leicht verderblich! Durch die Zerkleinerung entsteht eine größere Oberfläche, auf der sich Keime ideal vermehren und ins Fleisch eindringen können. Hackfleisch sollte daher ohne Unterbrechung der Kühlkette rasch verarbeitet werden! Auch hier ist die Gefahr von Salmonellen und Kolibakterien groß. © dpa
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Wurst: Rohwurst ist bei angemessener Lagerung wochenlang haltbar. Alle anderen Sorten, besonders Aufschnitt aller Art, sind leicht verderblich und sollten nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit nicht mehr gegessen werden. Tipp: Würstchen müssen beim Reinbeißen schön knacken! © 
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Eier: Frischetest: Eier sind bedenkenlos zwei bis vier Wochen über das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) essbar, sollten aber nach Ablauf der MHD erhitzt werden. Bei der Schwimmprobe lässt sich ganz leicht feststellen, ob ein Ei noch frisch ist: rohes Ei in ein Glas Wasser geben. Wenn es oben schwimmt, hat sich die Luftkammer im Ei ausgedehnt und es ist nicht mehr frisch. Weist es keine anderen Zeichen von Verderb auf, können Sie das Ei noch hartgekocht verzehren! Frische Eier schwimmen im unteren Drittel des Glases. © 
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Käse: Auf die Sorte kommt es an: Bei Camembert zum Beispiel ist es unbedenklich, wenn der Kulturschimmel von der Rinde über die Schnittfläche hinauswächst. Bei Hartkäse wie Parmesan können Sie Schimmel großzügig wegschneiden, der unbefallene Käse ist noch gut. Bei weicherem Käse mit höherem Wasseranteil verteilt sich Schimmel jedoch rasch im Lebensmittel, der Käse ist auch bei schwachem Befall ungenießbar. © Schlaf
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Milch: Bei Frischmilch merkt man anhand von Geschmack und Konsistenz leicht, ob sie verdorben ist. Achtung bei H-Milch! Auch haltbare Milch verdirbt, unter anderem durch die Stoffwechsel­aktivität von Bakterien. Allerdings wird verdorbene H-Milch nicht sauer. Am besten nicht länger als fünf Tage nach Öffnung aufbewahren. © dpa
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Joghurt: Im Kühlschrank gelagert hält er sich meist bis zu zehn Tage nach Ablauf des MHD. Es entstehen vorwiegend harmlose Milchsäurebakterien. Bei Schimmelspuren muss er auf jeden Fall weggeworfen werden. © dpa
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Mineralwasser: Ist auch nach Ablauf des MHD noch gut verwendbar, vor allem wenn es dunkel und kühl gelagert wurde. © 
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Bier: Bier ist meist auch nach Ablauf des MHD noch genießbar, besonders wenn es kühl und dunkel gelagert wird. Es verliert allerdings nach und nach an Farbe und Geschmack. Ausflocken ist ein sicheres Zeichen für Verderb! © 
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Wein: Beim Wein gibt es wie bei Schnaps und Likören kein MHD, hier bestimmt die Qualität des Produktes und die Lagerung die Haltbarkeit. Offene Weine sind im Kühlschrank etwa drei bis sieben Tage haltbar. © dpa
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Spirituosen: Aufgrund ihres hohen Alkoholgehalts von zehn oder mehr Volumenprozent können sich keine Verderbniskeime entwickeln. © dpa
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Konserve: Bläht sich eine Wurst- oder Fleischkonserve, auf keinen Fall mehr öffnen! Die Gase können schon beim Einatmen giftig sein. Die Dose möglichst an die Lebensmittelüberwachung schicken. Tipp: Lebensmittel in Gläsern oder Dosen sollten nach dem Öffnen in ein verschließbares Gefäß umgefüllt werden. Dann halten sie sich maximal drei Tage im Kühlschrank. © dpa
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Nüsse: Auch wenn „nur“ die Schale von Schimmel befallen ist, müssen Nüsse komplett weggeworfen werden. Es bilden sich die besonders gefährlichen Schimmelpilzgifte Aflatoxine, die zu Leberschäden führen können und als krebserregend gelten. © 
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Schokolade: Selbst wenn die Schokolade einen grauen Schleier hat, ist sie noch genießbar. Lediglich die Kakaobutter flockt aus, das ist völlig ungefährlich. Auch einmal geschmolzene und wieder erkaltete Schokolade kann bedenkenlos gegessen werden. © 

Sind glutenfreie Produkte auch geschmacklich ein guter Ersatz?

Henkel: Ja, sie sind ein super Ersatz. Es gibt Brot, es gibt Müsli, es gibt Süßigkeiten. Es gibt alles. Allerdings habe ich früher sehr gerne das richtig dunkle Vollkornbrot gegessen. Das geht eben jetzt nicht mehr.

Haben Sie irgendwelche Beeinträchtigungen in Ihrem Sport?

Henkel: Eigentlich hilft es auch. Mir geht es besser, wenn ich Gluten weglasse, und deshalb hilft es auch im Sport. Man darf es einfach nicht als Einschränkung sehen. Was manchmal einschränkend sein kann, ist, wenn man auf Reisen ist und nicht mal eben an den Imbissstand gehen kann.

Gerade haben Sie die Deutschen Meisterschaften gewonnen. Auch US-Open-Sieger Novak Djokovic lebt glutenfrei. Stärkt diese Nahrungsumstellung sogar?

Henkel: Wenn man diese Unverträglichkeit hat, dann schwächt das auch den Körper. Wenn man es dann weglässt, dann stärkt das schon.

Wie sind Sie zu dem Engagement mit Schär gekommen?

Henkel: Nachdem ich das mit der Glutenunverträglichkeit erfahren habe, habe ich Schär angeschrieben und die Firma war daran interessiert, mit mir als Person des öffentlichen Lebens zusammenzuarbeiten. So sind wir zusammengekommen.

Interview: Sina Ojo

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