Herrmann brachte Klimaaktivistin nach New York

Greta Thunbergs Skipper über neue Herausforderung: „Das ist eine Riesengefahr“

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Gemeinsam den Atlantik überquert: Skipper Boris Herrmann brachte Greta Thunberg auf der Yacht Malizia II nach New York.

Für den deutschen Skipper Boris Herrmann war es ein Abenteuer, Greta Thunberg nach New York zu bringen. Doch nun wartet auf ihn die nächste große Herausforderung.

  • Im August brachte der deutsche Skipper Boris Herrmann die Klimaaktivistin Greta Thunberg per Yacht zum UN-Klimagipfel nach New York.
  • Nun bereitet er sich auf eine weitere Herausforderung vor.
  • Über die Schwedin findet Herrmann nur lobende Worte.

München - In der Segelwelt ist der Hamburger Boris Herrmann eine feste Größe. Der 38-Jährige nahm an zahlreichen Hochseeregatten teil, vor zehn Jahren gewannen er und sein Co-Skipper Felix Oehme das Portimão Global Ocean Race - eine Regatta in fünf Etappen um die Welt.

Doch mit einem Segeltrip im August dieses Jahres wurde Herrmann weltbekannt. Er war Skipper der Malizia II, mit der die Umweltaktivistin Greta Thunberg, ihr Vater Svante, Teamchef Pierre Casiraghi und Filmemacher Nathan Grossman CO2-neutral zum Klimagipfel nach New York segelten.

Interview mit Gretas Skipper Herrmann: Jetzt steht das härteste Rennen an

Die 14-tägige Reise war ein globales Medienereignis. Derzeit bereitet sich Herrmann auf sein härtestes Rennen vor. Als erster Deutscher will er im kommenden November bei der Vendee Globe starten. Das tz-Interview.

Herr Herrmann, was hat sich für Sie durch die Reise mit Greta Thunberg nach New York verändert?

Herrmann: Eigentlich nichts Dramatisches. Wir wurden ja vorher schon als Segelteam wahrgenommen - das ist natürlich das Gleiche wie vorher. Aber vielleicht hat sich durch die globale Wahrnehmung das Profil unseres Teams verändert.

Wie war es mit Ihrer prominenten Passagierin an Bord?

Herrmann: Wir kamen total gut miteinander klar. Greta war auch nie seekrank, sie hat das wirklich cool bewältigt.

In einem Jahr starten Sie bei der Vendee Globe - wie kann man sich auf diese Herausforderung vorbereiten?

Herrmann: Durch viel Segeln, wir haben ja insgesamt viereinhalb Jahre Vorbereitungszeit. Wir lernen immer noch eine Menge dazu, können die Performance des Bootes weiter verbessern.

Interview mit Gretas Skipper Herrmann: „Nicht anzukommen wäre eine Riesengefahr“

Was sind die größten Gefahren bei diesem Rennen?

Herrmann: Nicht anzukommen - das ist eine Riesengefahr. Dann wäre die ganze Vorbereitungszeit umsonst gewesen. Die Gefahren wie Stürme kennen wir natürlich. Und dann besteht immer noch das Risiko, dass man auf ein Hindernis im Wasser fährt, schon Holzstücke können das Ruder schwer beschädigen.

Und wenn Sie schlafen steuert der Autopilot…

Herrmann: Der steuert immer, auch wenn ich wach bin. Ich muss ja die Einstellungen des Bootes korrigieren, das Wetter beobachten - ich habe genug zu tun. Und klar: Je länger ich wach bin, desto mehr Zeit habe ich für diese Dinge.

Mindestens zweieinhalb Monate allein an Bord - zu wem haben Sie Kontakt?

Herrmann: Zu meiner Teammanagerin Holly und zu meiner Freundin Birte vor allem.

Und wie schaut’s mit der Verpflegung aus?

Herrmann: Wir haben eine Wasseraufbereitung an Bord, und das Essen nehme ich mit.

Wenn ein medizinischer Notfall auftritt - wären Sie darauf vorbereitet?

Herrmann: Wir haben eine intensive medizinische Ausbildung, haben auch Kurse im Krankenhaus absolviert - auch in der Notaufnahme. Einen Bruch könnte ich richten…

Interview: Bernd Brudermanns

Auch zur UN-Klimakonferenz im Madrid reist Greta über das Meer - dabei verspätet sie sich. Kritik kassiert die Klimaaktivistin immer wieder von Dieter Nuhr, dagegen outet sich Campino als Fan der Schwedin. Im Zuge des weltweiten Klimastreiks am 29. November warf Greta den Politikern „Heuchelei“ vor.

Lesen Sie auch: Klimaforscher von Storch: „Viele haben die Schnauze voll von diesen Übertreibungen“

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