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IOC gründet Task Force gegen Wettbetrug

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Lausanne - Das IOC will verstärkt gegen Wettmanipulationen kämpfen. Ober-Olympier Jacques Rogge berief bei einer Konferenz eine Task Force. Politik und Wettanbieter versprechen ihre Unterstützung.

Das Internationale Olympische Komitee geht weiter gegen Wettbetrug im Sport vor. Bei einem Treffen unter Leitung von Präsident Jacques Rogge beschloss das IOC am Dienstag in Lausanne die Einrichtung einer Task Force, die sich näher mit der Problematik befassen und den Kampf gegen Betrug und Manipulationen koordinieren soll. “Mit Wettbetrug werden weltweit 140 Milliarden US-Dollar umgesetzt“, umriss Rogge die Dimension der Gefahr für den Weltsport.

Dabei gehe es nicht allein um die Bedrohung von Olympischen Spielen. “Der Sport allgemein ist in Gefahr“, sagte Rogge nach der Konferenz, an dem Vertreter aus der Politik, verschiedenen nationalen Verbänden und von Wettanbietern teilnahmen. Auch Abgesandte von Interpol saßen mit am Tisch.

Die Task Force solle so schnell wie möglich ihre Arbeit aufnehmen, einen Zeitrahmen für konkrete Ergebnisse nannte Rogge aber nicht. “Es geht nicht um London 2012 und auch nicht um Rio de Janeiro 2016. Es geht um den Sport im Allgemeinen“, erklärte der IOC-Präsident. Auch ob die Beratungen zu einer Agentur wie der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA führen sollen, wollte der oberste Olympier nicht sagen. Der Kampf gegen Doping sei bei allen Schwierigkeiten etwas übersichtlicher, da es bereits einen Anti-Doping-Code, eine Liste mit verbotenen Mitteln und eine Liste mit Sanktionen gebe.

Rogge zeigte sich erfreut darüber, dass dem IOC sowohl von den Vertretern der Politik als auch vonseiten der Wettanbieter alle erdenkliche Unterstützung zugesagt worden sei. Der Sport müsse Sportler, Trainer und Funktionäre für das Umfeld sensibilisieren, die Wettkämpfe kontrollieren und Informationen über Unregelmäßigkeiten sorgfältig prüfen. Die Wettanbieter hätten ihrerseits versprochen, Auffälligkeiten an die Sportverbände zu melden. Auch die Politik versprach Unterstützung bei der Jagd nach Wettbetrügern.

Rogge hatte das Thema bereits bei der IOC-Versammlung im mexikanischen Acapulco im Herbst 2010 ganz oben auf seine Prioritätenliste gesetzt. Der Belgier bezeichnete den Wettbetrug als “neue Geißel des Sports“. Er sei genauso schädlich wie Doping. Bislang blieben Olympische Spiele von einem Wettskandal verschont.

dpa 

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