Etliche Drohnen zu Bruch gegangen

Halbfinale der Drone Racing League (DRL) in München mit rasanten Crashs

Halbfinale der Meisterschaft im Drohnenfliegen
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Halbfinale der Meisterschaft im Drohnenfliegen.

München entdeckt Drohnen-Rennen: Am Samstag ließen zwölf Piloten ihre Fluggeräte auf einem 1,2 km langen Kurs durch die BMW Welt fliegen, um die Finalisten der weltweit größten Drohnen-Rennserie DRL unter sich auszumachen.

München - Andreas „McStralle“ Hahn ist Drohnenpilot. Der 23-Jährige gilt als einer der aggressivsten Piloten der Szene und hat sich dem Sport komplett verschrieben: „Es ist einfach das Gesamtpaket, bestehend aus der Tüftelei und dem Fliegen an sich, das Spaß macht. Man muss an den Drohnen viel basteln, kann sie also selbst perfektionieren. Beim Autofahren hat man nur rechts und links, bei uns gibt es durch die dritte Dimension drei Achsen mehr, es gibt tausend Wege, eine Kurve zu nehmen.“

Sportler können von Drohnenrennen leben

Bei den rasanten Rennen gibt es Crashs, viele Drohnen gehen zu Bruch - kein Wunder, dass jeder Pilot pro Renntag rund 30 der einheitlichen Drohnen (Einkaufspreis rund 300 Euro) in der Hinterhand hat. Der Sport ist so weit professionalisiert, dass die Sportler davon leben können. „Reich wird man damit aber auch nicht“, so Hahn, „außer man gewinnt die DRL“. Dem Sieger winken gut 100 000 Euro.

Drone Racing League die neue Formel 1? 

Das immer größere Interesse - in und außerhalb der BMW Welt verfolgten rund 2000 Zuschauer das Geschehen - an der wohl sichersten und billigsten Rennsportart soll nur der Anfang sein, wie DRL-Gründer Nicholas Horbaczewski erklärt. „Wir entwickeln uns zum nächsten globalen Rennsport, stehen aber noch am Anfang des Anfangs.“ Die Herausforderungen? „Es ist sehr, sehr hart, einen neuen Sport zu etablieren. Wenn man anfängt, gibt es keine Bedienungsanweisung. Wie soll die Strecke eines Drohnen-Rennens überhaupt aussehen? Was sind die Regeln? Wenn ich gewusst hätte, wie hart das wird, hätte ich es nie probiert.“ Jetzt gehe es darum, Drohnen-Rennen populärer zu machen: „Es gibt keinen Grund, warum wir nicht die nächste Formel 1 werden sollten!“

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Max Kramer

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