Triathlon

Haug: Nach zwei Jahren ohne Hawaii WM „fast wie Olympia“

Anne Haug
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Gewann 2019 die Ironman-WM auf Hawaii: Anne Haug.

Hawaii, 2019. Anne Haug gewinnt. Die erste deutsche Ironman-Weltmeisterin. Am Samstag startet sie wieder auf einer Vulkaninsel. Allerdings auf den Kanaren.

Tinajo - Der Start am kommenden Samstag über die halbe Ironman-Distanz auf Lanzarote ist für Weltmeisterin Anne Haug kein Ersatz für das erneut abgesagte Rennen auf Hawaii.

„Nur ein schöner Ausklang für die Saison“, sagte die 38 Jahre alte Athletin aus Bayreuth der Deutschen Presse-Agentur. Statt wie bei ihrem Titeltriumph vor zwei Jahren auf der Pazifikinsel bereitet sich Haug derzeit auf das Rennen über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen auf der Kanaren-Vulkaninsel vor.

„Hier kenne ich jeden Stein, hier fühl ich mich zuhause“, erklärte sie: „Mit Hawaii verbinde ich die WM, das ist der Ort, an dem ich unter größtem Druck unter den widrigsten äußeren Bedingungen, die man sich vorstellen kann, gegen die besten der Welt antreten muss.“

Verschiebung auf 2022

Vor zwei Jahren gewann sie dort als erste deutsche Frau die WM über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen. Im vergangenen Jahr musste die WM wegen der Corona-Pandemie letztlich abgesagt werden. Das Rennen 2021, das am kommenden Wochenende hätte stattfinden sollen, wurde mittlerweile auf Mai 2022 verschoben und nach St. George im US-Bundesstaat Utah vergeben.

Welche Auswirkungen zwei Jahre ohne Titelrennen auf ihre eigene Karriere haben, sei schwer zu sagen, befand Haug. „Weil man ja nicht weiß, wie es verlaufen wäre, wenn die WM vor einem Jahr stattgefunden hätte und nun auch an diesem Wochenende stattfinden würde.“

Großer Hype

Nach dem Triumph 2019 sei der Hype um ihre Person natürlich extrem groß gewesen. Die mediale Aufmerksamkeit habe sie fast schon ein bisschen erdrückt - „und dann kam Corona. Da wurde alles von null auf 100 zurückgefahren. Das war schon ein Schock, es hat mir aber auch gezeigt, dass ich den Sport immer noch mache, weil ich ihn liebe“.

Sie habe ihre Batterien wieder aufladen können und vielleicht sei auch die Lust noch weiter gestiegen. „Zwei Jahre ohne WM gibt ihr ja noch weitere besondere Bedeutung, das ist fast wie Olympia. Ich bin motivierter denn je“, betonte Haug, die über ein Ende ihrer Karriere auch noch gar nicht denkt. Sie sehe keinen Grund, sich ein zeitliches Limit zu setzen. dpa

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