tz-Kolumne

Heinrich heute: Das große Entgoogeln

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal geht's um die Möglichkeit, unerwünschte Google-Ergebnisse löschen zu lassen - und die Folgen für den Sport.

Jetzt wird’s eng für Google! Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat jeder Bürger das Recht, unerwünschte Ergebnisse aus der Suchmaschine löschen zu lassen. Laut einer Umfrage will jeder Zweite diese Möglichkeit künftig in Anspruch nehmen. Auch Sportvereine dürfen Löschungen beantragen. Die Folgen des Entgoogelns sind dramatisch: Lothar Matthäus will vier Frauen löschen lassen, Boris Becker die letzten 15 Jahre, Jürgen Klinsmann mehrere Buddhas. Der FC Bayern hat bereits die Löschung des Champions-League-Finales 1999, des unseligen Begriffs „Finale dahoam“ sowie von Sergio Ramos beantragt. Christian Ude wäre gut beraten, sein unsägliches Spiegel-Interview über Uli Hoeneß schleunigst zu entgoogeln. Der TSV 1860 will sich als erster Fußballverein der Welt komplett aus der Suchmaschine entfernen lassen.

Jörg Heinrich

Rubriklistenbild: © dpa

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