tz-Kolumne

Heinrich heute: Von der Kobra zum Esel

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Kubrat „Kobra“ Pulev.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal geht's um das verbale Säbelrasseln vorm Boxkampf am Samstag.

Am Samstag vertrimmt Klitschko im Käse-Kanal RTL ein neues Opfer. Zu Beginn der Woche gab sich Bulgaren-Fallobst Kubrat „Kobra“ Pulev noch großmäulig: „Klitschko wird mein Gift spüren!“ In den Tagen danach können Sie Wladimirs Tierleben in ganzer Schönheit verfolgen. Mittwoch, der zunehmend verängstigte Pulev wird zur Ringelnatter: „Bin gar nicht giftig, aber kann Angst machen.“ Donnerstag die Mutation zur Blindschleiche: „Bin nicht mal Schlange, schau aber so aus.“ Spätestens Freitag erinnert die Ex-Kobra eher an ein Würmchen. Im Ring dann die Verwandlung zum Säugetier: „Ich bin ein Hase. Schaut nur, wie ich laufen kann!“ Und Sonntag im Spital denkt sich die arme Sau: „Ich Esel, warum hab ich mich verprügeln lassen?“ So geht das jedes Mal. Aber wir Zuschauer, wir Ochsen und dumme Kühe, lassen uns immer wieder von RTL tierisch veräppeln.

Jörg Heinrich

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