tz-Kolumne

Heinrich heute: Der Solo-Wettbewerb im Synchronschwimmen

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Ganz so viele Beine gibt's beim Solo-Wettbewerb nicht.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über den Solo-Wettbewerb im Synchronschwimmen.

Höhepunkt der Schwimm-WM in ­Russland ist der Solo-Wettbewerb im Synchronschwimmen. Hier kommt es darauf an, dass die Sportlerin möglichst parallel zu sich selbst synchronschwimmt. Der Wettbewerb, der bisher zu zweit ausgetragen wurde, ist eine ­Folge des Arbeitsplatzabbaus im ­Spitzensport. Auch in anderen ­Disziplinen soll der teure Personal­einsatz reduziert werden. Bei Biathlonstaffeln kommt nur noch ein Läufer zum Einsatz, das verringert auch das Risiko von ­Wechselfehlern. Beim Dressurreiten ­sollen entweder Reiter oder Pferd ­antreten – aber nicht mehr beide. Beim Boxen müssen sich die Kämpfer selbst verhauen, Felix und Loch gelten als neue Superstars im Doppelsitzer-­Rodeln. Im Ruder-Achter sitzen bald nur noch fünf Ruderer, und Solo-Eistanzen wird olympisch. Arbeitsministerin Nahles verurteilt die Pläne aufs Schärfste.

Jörg Heinrich

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