Volleyvballer scheitern in Playoffs

Aus gegen Rekordmeister: Herrsching geht erhobenen Hauptes

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Endstation Viertelfinale: Der TSV Herrsching um Trainer Max Hauser scheitert in den Playoffs an dem VfB Friedrichshafen.

Herrsching - Die Saison des TSV Herrsching ist nach dem Playoff-Viertelfinale beendet. Der VfB Friedrichshafen war für die Volleyballer vom Ammersee dann doch eine Nummer zu groß.

Der Fan des FC Bayern hat sich längst daran gewöhnt, dass er nicht jedes Spiel seiner Mannschaft vor Ort verfolgen kann. Die Karten mit Beteiligung des Fußball-Rekordmeisters sind eben in etwa so beliebt wie die Tische im Wiesnzelt. Zu wenige Besucher haben auch Herrschings Volleyballer in der Regel nicht zu beklagen. Karten-Engpässe kannten sie trotzdem nicht. Bis vor etwa vier Wochen - als, noch in der regulären Spielzeit, Rekordmeister VfB Friedrichshafen in der nur 1000 Besucher fassenden Nikolaushalle am Ammersee zu Gast war. Da mussten mehrere Hundert Anhänger draußen bleiben.

Am Donnerstagabend, im zweiten Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft (Best of Three), das die Herrschinger mit 1:3 (33:31; 20:25; 14:25; 14:25) verloren - und damit die Saison beendeten -, schauten die Häfler wieder in der 11.000-Seelen-Gemeinde vorbei. Am Eingang lief diesmal alles reibungslos. Dafür mussten sich die Fans in der Halle in Geduld üben. Die Schiedsrichter standen im Stau.

Nach 1:8-Fehlstart zurückgekommen

Als das Duell schließlich mit halbstündiger Verspätung freigegeben war, schienen die Gäste die verlorene Zeit aufholen zu wollen: Während der TSV noch den Weg in die Partie suchte, stand es schon 1:8 - erste technische Auszeit. In dieser Pause feierte der VfB wohl gedanklich den Halbfinal-Einzug, während sich der Außenseiter vom Ammersee sammelte, auf 14:16 herankam, ausglich, sogar in Front ging (21:20) - und den Gästen die frühzeitige Heimfahrt vermieste. Der erstmalige Playoff-Teilnehmer entschied Satz eins überraschend mit 33:31 für sich.

Unter tosendem Applaus der Fans führte TSV-Kapitän Patrick Steuerwald, der seinem verletzten Daumen über weite Strecken trotzte, die Kollegen auch in Runde zwei. Und die ärgerten die Männer vom Bodensee zunächst weiter (6:6). Erst spät setzten sich die Gäste ab, am Ende stand es 20:25.

Mehr als zwei Stunden Spielzeit

In Durchgang drei waren dann die eigentlichen Kräfteverhältnisse wiederhergestellt. Die Bundesliga-Aufsteiger von 2014 verloren ihn klar mit 14:25. Und auch wenn sie sich von dem Rückstand nicht abschrecken ließen, und vor den eigenen Fans ihre letzten Kräfte mobilisierten (6:8), unterlagen die Herrschinger letztlich nach mehr als zwei Stunden (14:25).

Damit scheidet der TSV erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb aus. Für Friedrichshafen geht die Reise dagegen weiter. Wenn auch mit einem so nicht eingeplanten Zeitverlust.

Sina Ojo

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