Schwulenchor sollte Nationalhymne singen

Homophobie-Skandal in der Major League Baseball

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Bei einem Spiel der San Diego Padres, wie hier mit Pitcher Cesar Vargas, gegen die Los Angeles Dodgers kam es zu einem Skandal.

San Diego - Die US-amerikanische Baseball-Liga wird von einem Homophobie-Eklat erschüttert. Eigentlich sollte ein Schwulenchor die Nationalhymne vor dem Spiel singen. Doch dieser wurde von Pfiffen und einer Aufnahme übertönt. 

Die Major League Baseball (MLB) muss sich mit einem Homophobie-Skandal auseinandersetzen. Am Samstag sollte ein Schwulenchor vor dem Spiel zwischen den San Diego Padres und den Los Angeles Dodgers die amerikanische Nationalhymne singen, stattdessen wurde aber die Aufnahme einer Frau abgespielt, die den Chor übertönte. Während des Auftritts waren von den Zuschauerrängen Pfiffe und homophobe Beleidigungen zu hören. 

Eine Untersuchung der Padres fand keine "Hinweise für eine böswillige Absicht", sondern erklärte den Vorfall mit einem technischen Fehler, entließ aber dennoch die Firma, die für den Kontrollraum verantwortlich war. Ein Sprecher des Chors beklagte, dass auch von Seiten des Vereins im Anschluss kein Versuch unternommen wurde, den Chor erneut beginnen zu lassen. 

Die MLB hat eine Untersuchung angeordnet. Mike Dee, Geschäftsführer der Padres, kündigte umfassende Unterstützung bei der Aufklärung des Vorfalls an. Die San Diego Padres hatten sich bereits am Sonntag entschuldigt und luden den Chor ein, bei einem anderen Spiel in dieser Saison erneut aufzutreten.

sid

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