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Innenministerin: „Djokovic wird nicht gefangen gehalten“

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Srdjan Djokovic
Srdjan Djokovic, Vater des serbischen Tennisspielers Novak Djokovic. © Darko Vojinovic/AP/dpa

Australiens Regierung hat dem Vorwurf von Novak Djokovics Vater widersprochen, der Tennis-Star sei nach seiner Landung in Melbourne wie „im Gefängnis“ eingesperrt worden.

Melbourne - „Herr Djokovic wird nicht in Australien gefangen gehalten, er kann jederzeit gehen, und der Grenzschutz wäre dabei behilflich“, sagte Innenministerin Karen Andrews dem Sender ABC News. Bereits zuvor hatte sie das Vorgehen der Behörden verteidigt und dem TV-Kanal Seven Network gesagt, der serbische Tennisprofi habe es versäumt, die richtigen Informationen für seine Einreise nach Australien bereitzustellen: „Sie werden von jedem verlangt, der in das Land einreist. Wenn diese Informationen nicht bereitgestellt werden können, sind die Einreisebestimmungen für Australien nicht erfüllt.“

Djokovic will bei den Australian Open spielen, die am 17. Januar beginnen. Weil er offenkundig ungeimpft ist, vor der Einreise aber normalerweise ein Impfnachweis verlangt wird, erwirkte der 34-Jährige eine - höchst umstrittene - medizinische Ausnahmegenehmigung. Mit dieser landete er am 5. Januar in Melbourne. Der Grenzschutz sah die Einreiseregeln jedoch nicht erfüllt, so dass Djokovic zwei Nächte in einem Hotel für Ausreisepflichtige verbringen musste, in dem auch abgelehnte Asylbewerber untergebracht sind. Djokovic hat dagegen geklagt. Ein Gericht in Melbourne will am 10. Januar eine Entscheidung fällen.

Djokovic befinde sich in Australien „im Gefängnis“, wetterte sein Vater Srdjan in einer Pressekonferenz in Belgrad, in der er seinen Sohn zum „Freiheitskämpfer“ stilisierte. Auch Serbiens Staatspräsident Aleksandar Vucic empörte sich über „die Schikanierung des besten Tennisspielers der Welt“, Regierungschefin Ana Brnabić unterstellte den australischen Behörden politische Gründe für deren Umgang mit Djokovic. Das serbische Außenministerium bat gar den australischen Botschafter in Belgrad zum Gespräch wegen des „unangemessenen und unmenschlichen Umgangs“ mit Djokovic. dpa

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