Klitschko-Bezwinger

Kämpfer für Jesus Christus: So tickt Tyson Fury

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Weltmeister Tyson Fury ist ein Provokateur im konservativen Familienglück und ein Kämpfer für Jesus Christus.

Weltmeister Tyson Fury ist ein Provokateur im konservativen Familienglück und ein Kämpfer für Jesus Christus. So tickt der Klitschko-Bezwinger.

„Die Klitschkos sind Teufelsanbeter“, hatte Tyson Fury gesagt, der sich selbst gerne als Kämpfer der Sache Jesu inszeniert – doch auch wenn er im Ring seine Provokationen fortsetzte (in der 7. Runde verschränkte er demonstrativ die Arme hinter dem Rücken), als der neue Weltmeister gab sich Fury generös und nachgerade höflich: „Diese beiden Brüder“, sagte er in Richtung von Wladimir und Witali, der mittlerweile Politiker ist, „haben Geschichte geschrieben. Ich möchte meine Titel oft verteidigen, doch wenn ich nur ein halb so großer Champion werde wie Wladimir, würde ich sehr glücklich sein.“ Auch Onkel Peter Fury relativierte in den Stunden des Triumphes die im Vorfeld gefallenen Bemerkungen: „Das ist natürlich Trash-Talk. Tatsächlich haben wir großen Respekt.“

Der brave, fast stille Fury. Nein, er werde nicht groß feuern gehen, sagte der Mann mit den irischen Wurzeln in der Nacht von Düsseldorf. „Alkohol und Partys, die vermeintlich großen Dinge des Lebens, habe ich hinter mir.“ Über 30 Kilo hatte er in sechs Monaten abgenommen für den Kampf, in dem sich seine Vision erfüllte: „Mit meinem Bruder habe ich als Kind schon in der Küche darüber gesprochen. Und meine Familie spürte nach meinem ersten Amateurkampf, dass ich Weltmeister werden würde.“

Und nun: die Krönung. Auch privat. Am Tag vor dem Kampf erfuhr er, „dass meine Frau zum dritten Mal schwanger ist. Zwei Jahre haben wir daran gearbeitet“, sagte der 27-Jährige (der ein bisschen älter aussieht). „Das ist die Sahne auf dem Kuchen.“

Kommentar: Im Kommentar analysiert Günter Klein: Darum braucht Waldimir Klitschko einen Rückkampf gegen Tyson Fury – am besten in England.

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