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Keine Belege für „flächendeckende Kultur der Angst“ im DOSB

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DOSB-Chef
Alfons Hörmann hört als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes auf. © Christophe Gateau/dpa

Eine externe Analyse der Führungs- und Organisationskultur im Deutschen Olympischen Sportbund ist zu dem Ergebnis gekommen, dass eine „Kultur der Angst“ in der Dachorganisation nicht feststellbar ist.

Frankfurt/Main - Dies geht aus einer Analyse der Change-Beratung permitto GmbH hervor, die vom DOSB beauftragt und nun veröffentlicht wurde. Demnach gebe es aber auch „kulturelle Handlungsfelder, die bei Führungskräften und Mitarbeitern Sorgen und Bedenken auslösen können, wie zum Beispiel eine geringe Fehlertoleranz“, hieß es in dem Bericht.

In einem anonymen Brief von DOSB-Mitarbeiter war der Führung und besonders Präsident Alfons Hörmann vorgeworfen worden, eine Kultur der Angst geschaffen zu haben. Der Wirtschaftsmanager hatte im Zuge dieser Vorwürfe angekündigt, bei der Mitgliederversammlung im Dezember in Weimar nicht mehr zu kandidieren.

159 Mitarbeiter interviewt

Die Wiesbadener Beratungsfirma hatte von Juli bis August auf freiwilliger Basis 159 Mitarbeiter (rund 75 Prozent der Belegschaft) inklusive des Präsidiums und des Vorstandes, interviewt, hieß es in der Mitteilung. Daraus sei hervorgegangen, dass die „psychologische Sicherheit im DOSB größtenteils hoch“ sei. „Die deutlich überwiegende Mehrheit der Führungskräfte wie auch der Mitarbeiter fühlen sich beim DOSB sicher“, heißt es in der Analyse. „Der DOSB hat insgesamt eine gute Teamkultur, gekennzeichnet durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und Wertschätzung in den Teams.“

Allerdings wünschten sich Führungskräfte wie auch Mitarbeiter eine Kultur, die über alle Ebenen der Organisation hinweg (Präsidium, Vorstand, Führungskräfte und Teams) noch deutlicher von wechselseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt sei.

„Die nun vorliegenden Ergebnisse zeigen deutlich, dass es keine Belege für eine flächendeckende 'Kultur der Angst' im DOSB gibt“, erklärte DOSB-Vorstandschefin Veronika Rücker. „Das hat uns alle sehr erleichtert.“ Gleichwohl hätte man kulturelle Handlungsfelder identifiziert, die wichtige Ansatzpunkte für eine notwendige Weiterentwicklung der Kultur aufzeige: „Aktuell planen wir gemeinsam mit den Mitarbeiter einen gezielten kulturellen Veränderungsprozess und werden zeitnah mit der Umsetzung erster Maßnahmen beginnen.“ dpa

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