"Klippenspringen" ins Hamburger Hafenwasser

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Ein Klippenspringer springt vom Grossmast des Museumsschiffs "Rickmer Rickmers".

Hamburg - Zwölf der weltbesten Klippenspringer sind am Samstag vom Mast der “Rickmer Rickmers“ in das Hamburger Hafenwasser gesprungen.

Aus einer Höhe von 26 Metern waren die Extremsportler vom Mast des schwimmenden Wahrzeichens der Hansestadt abgesprungen und mit rund 100 Stundenkilometern in das Wasser eingetaucht. Vor Tausenden von Zuschauern drehten sie ihre Pirouetten und schlugen Salti.

Hamburg war die sechste Station der Wettkampfreihe, die am 8. Mai im französischen La Rochelle begonnen hatte. Nach Sprüngen in den Niederlanden, Kroatien, Italien und der Türkei führte der neunfache Weltmeister Orlando Duque aus Kolumbien das Feld der Sportler aus neun Ländern an. Der Gesamtsieger wird am 20. September in Athen gekürt.

Gary Hunt wagte den schwersten Sprung des Wettkampfes, den noch kein anderer Mensch vor ihm geschafft hat: Einen dreifachen Rückwärtssalto mit vier Schrauben in gehechteter Ausführung. “Diesen Sprung aus geringerer Höhe zu üben ist unmöglich. Beim Wettspringen in Antalya habe ich es vor drei Wochen zum ersten Mal versucht und heute hat es zum zweiten Mal geklappt“, sagte der 25-jährige Brite, der damit auf dem ersten Platz landete.

Zweiter wurde Andrey Ignatenko aus der Ukraine. Der 45-jährige Stuntman war der älteste Teilnehmer. Der jüngste Athlet, Michal Navratil (23), aus der Tschechischen Republik, wurde Dritter. Vierter wurde der 34-jährige Favorit Orlando Duque: “Von dem Mast der Rickmer Rickmers zu springen, ist ein besonderer Adrenalin-Kick“, sagte er. Auf dem Sprungbrett in 26 Metern Höhe sei es sehr windig, und wenn ein Containerschiff vorbeifahre, wackele der ganze Segler. “Springen kann man überall, wenn nur das Wasser tief genug ist. Ich bin auch schon öfters aus einem Helikopter gesprungen“, sagte Duque.

Der Legende nach hat der hawaiianische Häuptling Kahekili 1770 das Klippenspringen erfunden. Er soll seine Krieger aufgefordert haben, mit ihm zu springen, um ihre Loyalität zu beweisen. Später seien sie auf die Idee gekommen, in Wettkämpfen so ihre Kräfte zu messen.

“Klippenspringen ist zwar noch ein Männersport, aber wir Frauen sind stark am Aufholen“, sagte die vierfache Europameisterin Anna Bader (25). Als die zwölf Männer zwischen ihren drei Sprüngen eine Pause machten, zeigte die Deutsche einen Sprung aus 18 Metern.

dpa

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