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Klitschko vor WM-Kampf in der "Form seines Lebens"

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Box-Weltmeister Wladimir Klitschko aus der Ukraine ballt die Fäuste

Düsseldorf  - Schwergewicht-Weltmeister Wladimir Klitschko wähnt sich auf dem Zenit seiner Box-Karriere und fühlt sich stark wie nie zuvor.

“Ich war noch nie so schnell, ich war noch nie so beweglich und noch nie so erfahren, wie ich es jetzt bin“, tönte der 33-jährige Ukrainer, der an diesem Samstag (22.05 Uhr/RTL) in der Düsseldorfer Esprit-Arena die WM-Titel der Verbände WBO und IBF gegen den US-Amerikaner Eddie Chambers verteidigen will. Seinen Ex- Sparringspartner will Klitschko zwar nicht unterschätzen, kündigte vor seinem 57. Profikampf aber mit deutlichen Worten an: “Er will den Klitschkos die Titel wegnehmen, das werde ich nicht erlauben.“

Der sechs Jahre jüngere und 13 Zentimeter kleinere Herausforderer aus Philadelphia gab sich vor dem “Duell am Rhein“ in der 51 000 Zuschauer fassenden Fußball-Arena nicht minder selbstbewusst. “Ich habe eine große Chance und will die Welt schockieren. Es ist die größte Herausforderung meines Lebens“, sagte Eddie “Fast“ Chambers, der sich wegen seiner Schnelligkeit und Beweglichkeit nicht ungern mit Muhammad Ali vergleichen lässt. Eine eindrucksvolle Kostprobe seines Könnens gab er im Juli 2009, als er beim Punktsieg gegen Alexander Dimitrenko den Ukrainer förmlich durch den Ring trieb.

“Es wird etwas sehr, sehr Spezielles zu sehen geben“, prophezeite Chambers-Trainer Rob Murray, der seinen Schützling als “komplettesten Boxer, mit dem ich je gearbeitet habe“, bezeichnete. “Ich rechne damit, dass er komfortabel gewinnt.“ Allerdings ist er weder von der Reichweite noch mit seiner Schlagkraft her wie “Dr. Steelhammer“ Klitschko ausgestattet: Chambers verlor zwar nur einen seiner 35 Profi-Kämpfe, gewann aber nur 18 durch K.o. “Ich muss seiner Führhand ausweichen, ihn ins Leere schlagen lassen und aus der Nahdistanz punkten“, lautet die Erfolgsstrategie des flinken US-Boxers.

Im Trainingslager im österreichischen Kitzbühel hat sich Klitschko in 120 Sparringsrunden auf den schnellen Eddie einzustellen versucht. Ich habe unterschiedliche Sparringspartner auch aus leichteren Gewichtsklassen gehabt“, sagte Klitschko, der seinen 17. WM-Kampf sehr ernst nimmt: “Eddie Chambers ist nicht zu unterschätzen. Er hat einen unorthodoxen Stil und ist sehr gefährlich.“

Für ihn ist es der erste Kampf nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung gegen Ruslan Chagaev im Juni 2009 vor 61 000 Zuschauer in Gelsenkirchen. “Ich brenne, ich bin hungrig“, sagte Klitschko. “Meinen Beruf habe ich in der Zeit nicht verlernt. Eddie wird sich davon überzeugen können.“ Für Klitschko-Trainer Emanuel Steward steht außer Frage, dass Chambers keine Chance hat und zu Boden gehen wird. “Wladimir ist in der Form seines Lebens“, urteilte der Coach. “Chambers ist zwar der beste, den er je gekämpft hat. Aber spätestens in der achten Runde siegt Klitschko durch K.o.“

Rund 46 000 Karten zum Preis von 20 bis 600 Euro waren bis Donnerstagabend bereits für den Kampf, der live vom Fernsehen in 110 Ländern übertragen wird, verkauft worden. Erstmals am Ring wird auch Klitschkos neue Freundin, der amerikanische TV-Serienstar Hayden Panettiere (20), am Ring sitzen.

dpa

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