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Nach legendärem Meppen-Rücktritt: Trainer-Ikone wirft nach zwei Wochen schon wieder das Handtuch

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Ernst Middendorp hat seinen Trainerjob in Tansania nach zwei Wochen beendet.
Ernst Middendorp hat seinen Trainerjob in Tansania nach zwei Wochen beendet. © IMAGO/Werner Scholz

Nach seinem plötzlichen Rücktritt beim SV Meppen hat Ernst Middendorp seinen nächsten Trainerjob nach nur zwei Wochen beendet.

Singida – Ernst Middendorp gilt schon länger als Weltenbummler im Fußball-Geschäft. Stationen in unter anderem in Ghana, Südafrika und China haben ihm diesen Ruf eingebracht. Im Frühjahr erfolgte die überraschende Rückkehr nach Deutschland zum SV Meppen. Kurz nach seinem Rücktritt im August war er schon wieder in Afrika angestellt. Doch auch dort schmiss er mit einer bemerkenswerten Begründung schon wieder hin.

Middendorp tritt auch in Tansania zurück

Nach zwei Wochen beim Singida Fountain Gate FC in Tansania ist Middendorp von seinen Aufgaben schon wieder zurückgetreten. Diese Entscheidung begründet der Trainer mit einem Streit mit dem Klubbesitzer, der zudem Finanzminister Tansanias ist. „Ich musste mir 35 Minuten lang anhören, dass die Mannschaft nicht gut ist – nach einem fantastischen Sieg“, zitieren südafrikanische Medien Middendorp.

Der Klub-Boss hätte sich einen höheren Sieg gewünscht – das Spiel endete „nur“ 1:0. Außerdem sei die Middendorp-Elf nicht dominant genug gewesen. „Meine Ansichten waren nicht gefragt, eine Diskussion unerwünscht“, so der Deutsche. Der Klub-Boss habe sogar bei der Aufstellung reingeredet.

Zweiter Rückritt innerhalb von nur fünf Wochen

Der Klub hat die Trennung derweil noch nicht offiziell bestätigt. Dennoch ist Middendorp eigenen Angaben zufolge schon aus Tansania ausgereist und nach Südafrika gereist.

Erst im August hatte der 64-Jährige mit seinem Abgang aus Meppen für Aufsehen gesorgt. Gekommen war er im März, um den damaligen Drittligisten noch vor dem Abstieg zu bewahren. Obwohl dies nicht gelang, blieb er Trainer und wurde zudem sportlicher Leiter bei den Emsländern.

In Meppen wollte Middendorp kein „Animateur“ sein

Nach drei Spielen mit nur einem Sieg in der Regionalliga Nord beendete er sein Deutschland-Intermezzo wieder. „Ich habe der Mannschaft mitgeteilt, dass ich nicht dafür geeignet bin, Amateure zum Laufen zu bringen. Wir schaffen es im Grunde genommen nicht, uns professionell zu verhalten. Das ist nicht meine Welt. Ich arbeite keine 15 Stunden pro Tag, um letztendlich irgendwas zu animieren. Ich bin kein Animateur“, lautete damals die Begründung. (jo)

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