tz-Interview vor Leichtathletik-EM

Herr Harting, ist das neue Trikot reißfest?

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Robert Harting nach ­seinem ­Olympiasieg 2012 in London.

Zürich - Am Dienstag steigt Diskusriese Robert Harting (29) zur Qualifikation (17.15 Uhr) bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich in den Wurfring. Vorher stellte er sich im tz-Interview.

 

Herr Harting, sind Sie in Gold-Form?

Harting: In den letzten Monaten ist viel passiert. Ich habe viel Arbeit in mein Studium gesteckt, dabei ist es nicht immer möglich, Studium und Weltklasseleistungen auf ganz hohem Niveau zu verbinden. Aber meine Leistungssteigerungen auf dem Weg zur EM verliefen normal. Für mich ist nur wichtig, dass ich am 13. August um 20.35 Uhr in Topform bin. Dann steigt das Diskusfinale.

Haben Sie Ihre Rivalen im Blick?

Harting: Ich konnte mich in letzter Zeit gar nicht richtig darum kümmern, aber die Konkurrenz ist immer stark und nicht zu unterschätzen. Ich will Europarekord (bisher 68,87 Meter durch den Polen Malachowski, Anm. d. Red.) werfen. Damit wären alle Fragen erledigt.

Sie haben ein spezielles Trikot für sich anfertigen lassen. Ist es reißfest?

Harting: Mal sehen. Ich will aber nicht nur als der Athlet bekannt sein, der Hemden zerreißt. Das sind Emotionen nach einem Sieg, dem viel schwere Arbeit vorausgegangen ist.

Sie haben mit Torsten Schmidt einen neuen Trainer. Wie kommen Sie mit ihm klar?

Harting: Wir haben viel an der Technik gearbeitet und deshalb habe ich keine Schmerzen mehr im Knie. Außerdem setzen wir im Training neue Reize, das ist gut. Ich habe in diesem Jahr schon viermal über 68 Meter geworfen.

Berlin hat einen Fragebogen zu Olympia in der Stadt veröffentlicht. Was sagen Sie dazu?

Harting: Ich bin dafür, nichts unversucht zu lassen um Konsens herzustellen. Ich bin der Meinung, Deutschland braucht Olympia.

Und ein Doping­gesetz. Welche Vorteile sehen Sie darin?

Harting: Der Sport braucht die Wirtschaft. Durch strengere Dopinggesetze kann demonstriert werden, welche Werte der Leistungssport vertritt. Das Wirrwarr um die Dopingkontrollen und die Verfolgung bei Doping­vergehen muss beseitigt werden.

Interview: Manfred Hönel

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