WM-Aus: Deutsche Top-Sprinterin sagt ab

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Verena Sailer war eine der deutschen Medaillenhoffnungen für die WM in Südkorea.

Berlin - Verena Sailer, die deutsche Europameisterin über 100 Meter, verpasst wegen einer Verletzung die Weltmeisterschaft in Südkorea. Einer weiteren Athletin droht das gleiche Schicksal.

Aus der Traum von der WM - für Deutschlands Top-Sprinterin Verena Sailer ist die Sommersaison gelaufen. Wegen Achillessehnenproblemen kann die 100-m-Europameisterin bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu (26. August bis 4. September) nicht an den Start gehen. Sailer steckt zurück, um eine mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London nicht infrage zu stellen.

"Das ist mir verdammt schwer gefallen, eine Saison abzusagen. Und das auch noch in einem WM-Jahr“, sagte Sailer dem Mannheimer Morgen: „Ich bin keine Maschine. Wenn der Körper sagt, dass es nicht geht, dann geht es nicht. Ich würde riskieren, dass die Verletzung schlimmer wird, wenn ich diese Signale überhöre.“

 „Ihr Arzt Dr. Müller-Wohlfahrt sieht keine Gefährdung für die Olympischen Spiele 2012 in London“, teilte Sailers Managerin Vera Michallek am Montag via leichtathletik.de mit. Auch Sailer selbst blickt zuversichtlich nach vorn: „Ich bin absolut optimistisch, dass alles wieder gut wird.“

So schön war die Leichtathletik-EM 2010 in Barcelona

Sehen Sie folgend die schönsten Athletinnen der Leichtathletik-EM in Barcelona (27. Juli bis 1. August 2010). © dpa
Deutschlands Hochsprung-Hoffnung Ariane Friedrich. © Getty
Hammerwerferin Betty Heidler. © Getty
Die deutsche Weitspringerin Bianca Kappler. © Getty
Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic aus Kroatien. © Getty
Hürdenläuferin Carolin Nytra. © Getty
Siebenkämpferin Carolina Klüft aus Schweden. © Getty
Speerwerferin Christina Obergföll. © Getty
Sprinterin Christine Arron aus Frankreich. © Getty
Die Referenz im Stabhochsprung: Elena Isinbajeva aus Russland. © Getty
Was für ein bezauberndes Lächeln: Hochspringerin Emma Green aus Schweden. © Getty
Die deutsche Damen-Sprintstaffel mit Verena Sailer, Katja Tengel, Anne Möllinger, Marion Wagner und Yasmin Kwadwo. © Nike/ Robert Hörnig
Verena Sailer neben Hürdenspezialistin Carolin Nytra (r.). © Nike/ Robert Hörnig
Und nochmal die Sailer mit der Nytra. © Nike/ Robert Hörnig
Carolin Nytra ... © Nike/ Robert Hörnig
... macht fast immer eine gute Figur. © Nike/ Robert Hörnig
Verena Sailer. © Nike/ Robert Hörnig
Verena Sailer nach einem Wettkampf. © Getty
Die britische Siebenkämpferin Jessica Ennis. © Getty
Die britische Siebenkämpferin Kelly Sotherton. © Getty
Diskuswerferin Nadine Müller. © Getty
Die portugiesische Siebenkämpferin Naide Gomes. © Getty
Die dänische Hürdenläuferin Sara Petersen. © Getty
Hürdenläuferin Sarah Claxton aus England. © Getty
Stabhochspringerin Silke Spiegelburg. © Getty
Die holländische Langstreckenläuferin Susan Kuijken. © Getty
Die russische Mittelstreckenläuferin Yelena Soboleva. © Getty

Beruhigend, denn Sailer hat viel Potenzial. 2010 war ihr Jahr: In 11,10 Sekunden lief die Mannheimerin bei den Europameisterschaften in Barcelona zu Gold. Sie ist Europas Schnellste in der Königsdiziplin der Leichtathletik.

Dem ruhmreichen Sommer folgte aber ein harter Winter. Wegen Rückenproblemen musste sie ihre Teilnahme an der Hallen-EM absagen. Die Wintersaison war ein Fiasko, der Start in die diesjährige Freiluftsaison nicht besser: Europas schnellste Frau lief der Konkurrenz hinterher, sagte ein Meeting nach dem anderen ab.

Ein Abbruch der Saison kam für die 25-Jährige dennoch lange nicht infrage. Nun musste sie doch auf ihren Körper hören und Prioritäten setzen. Sobald die Beschwerden vollständig abgeklungen sind, will Verena Sailer mit der Vorbereitung für London 2012 beginnen.

Auf ihrem Leidensweg ist Sailer nicht allein. Auch ihre Vereinskollegin von der MTG Mannheim, Carolin Nytra, Hallen-Europameisterin über 100 Meter Hürden, musste schmerzlich feststellen, dass der Körper irgendwann Ruhe benötigt. Sie schiebt ihren Saisonstart immer weiter hinaus, die WM-Teilnahme ist akut in Gefahr.

„Wir sind hier nicht bei Wünsch' dir was, sondern bei So isses“, schreibt die 26-Jährige auf ihrer Homepage. Zwar ist der Muskelfaserriss, den sie Anfang des Jahres erlitten hatte, ausgeheilt. Doch jetzt sind anhaltende Beuger- und Rückenschmerzen das Problem.

Den anvisierten Start am vergangenen Wochenende in Birmingham musste sie absagen. Die Zeit wird knapp für Carolin Nytra, um die WM-Norm bei den deutschen Meisterschaften am 23. und 24. Juli in Kassel zu knacken. Es wäre die nächste Medaillenhoffnung, die zu Hause bleibt.

sid

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