Ex-Champion will boxen

Für 100 Millionen: Lewis will Klitschko fordern

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Witali Klitschko und Lennox Lewis posierten 2003 für die Presse

Berlin - Das Management der Klitschkos hält einen Kampf gegen Ex-Weltmeister Lennox Lewis für ausgeschlossen. Dersoll angeblich bereit sein, für 100 Millionen US-Dollar gegen einen der Brüder zu boxen.

Bernd Bönte klang fast unwirsch. „Das ist absurd, alles Käse. Über so etwas machen wir uns überhaupt keine Gedanken“, sagte der Manager der Klitschko-Brüder dem Sport-Informations-Dienst (SID). Es ging um den Vorstoß des vor zehn Jahren zurückgetretenen Ex-Weltmeisters Lennox Lewis, der sich angeblich vorstellen konnte, für eine Wahnsinns-Börse von 100 Millionen Dollar wieder in den Ring steigen zu wollen - gegen einen der Klitschkos.

Angeblich sollen ihm russische Promoter in Moskau beim Punktsieg von Wladimir Klitschko gegen Alexander Powetkin am vergangenen Samstag schon 50 Millionen US-Dollar für einen Fight gegen einen der Brüder geboten haben. Lewis soll laut Daily Mail geantwortet haben: „Ich habe immer gesagt, dass es 50 Millionen US-Dollar kosten würde, mich aus dem Schlafanzug zu holen. Nun sage ich, meine Rückkehr als ungeschlagener Champion kostet 100 Millionen Dollar.“

Lewis dementiert via Twitter

Am Donnerstagabend ruderte Lewis via Twitter zurück und wollte von seinem Angebot nichts mehr gewusst haben. „Eine hypothetische Antwort auf eine hypothetische Frage, die NICHTS mit der Realität zu tun hat: Ich steige nicht wieder in den Ring, aber ich suche nach den neuen Talenten“, schrieb Lewis.

Bönte hatte zuvor kein gutes Haar an dem ehemaligen Champion gelassen: „Das ist doch nicht zum ersten Mal, dass er sich für diese Summen anbietet. Das macht er fast immer, wenn er in Deutschland zu Gast bei einem Klitschko-Kampf ist. Ich habe ihn in Moskau am Ring gesehen. Er ist nicht mehr fit, hat sogar einen Bauch. Und mit 48 Jahren ist man auch nicht mehr der Jüngste.“

Lewis ist neben Muhammad Ali, Evander Holyfield und Witali Klitschko einer von vier Boxern, die mindestens dreimal in ihrer Karriere die Weltmeisterschaft im Schwergewicht gewonnen haben. Seinen letzten Kampf bestritt der Brite am 21. Juni 2003 - gegen Witali Klitschko. Lewis gewann umstritten durch Kampfabbruch in der sechsten Runde wegen stark blutender Platzwunden bei Klitschko. Der Ukrainer lag bis dahin auf den Zetteln aller Punktrichter in Front.

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Die Wiederauflage jener legendären Ringschlacht würde sicherlich viel Geld in die Kassen der Veranstalter spülen, doch nicht so viel, dass allein Lewis 100 Millionen US-Dollar erhalten könnte. „Ein Klitschko müsste natürlich noch mehr kriegen. Doch wer will das bezahlen“, meinte Bönte. Die 23 Millionen US-Dollar, die der russische Oligarch Andrej Ryabinsky für den Kampf von Klitschko gegen Powetkin ausgegeben hatte, seien schon verrückt gewesen.

Lewis hatte Wladimir Klitschko, der mit seinem Bruder alle vier wichtigen WM-Gürtel im Schwergewicht hält, nach dessen Sieg in Moskau gegen Powetkin kritisiert und von einem „enttäuschenden Zustand im Schwergewicht“ gesprochen. „Klitschko hat sich oft auf ihn draufgelehnt. Ein Weltmeister sollte das eigentlich nicht tun, der sollte mehr sein Talent zeigen, dass er überlegen ist“, sagte der Brite.

Für seinen möglichen Comeback-Kampf hatte sich Lewis angeblich schon einen genauen Fahrplan gestrickt. „Ich werde zurück in die Berge und in die Isolation gehen“, kündigte der Ex-Champion an. Und: Sollten die Russen tatsächlich in das Geschäft einsteigen, „denke ich an ein Trainingslager in Sibirien“, so Lewis.

SID

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