Lisicki und Görges weiter, Beck raus

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Sabine Lisicki musste lange kämpfen

London - Die deutschen Akteure schlugen sich bei ihren Spielen in Wimbledon unter den Augen von Prinz Charles unterschiedlich gut. Sabine Lisicki hatte schwer zu kämpfen.

Prinz Charles hat sich erstmals seit 1970 wieder beim Tennisturnier in Wimbledon sehen lassen. Gemeinsam mit seiner Frau Camilla verfolgte der älteste Sohn der Queen von der Royal Box auf dem Centre Court aus, wie Roger Federer im Eiltempo die dritte Runde erreichte. „Ich hatte die Chance, Prinz Charles fünf Minuten kennenzulernen“, verriet der Schweizer nach seinem 6:1, 6:3, 6:2-Sieg gegen den Italiener Fabio Fognini.

Bei dem Plausch in den Wimbledon-Katakomben dabei gewesen seien auch Federers Mutter Lynette und Camilla. „Camilla hat sich nach meinen Zwillingsmädchen erkundigt, sie ist ja Großmutter von Zwillingen. Und sie hat gesagt, wie leicht mein Tennis aussieht.“ Mit Charles habe er über Polo geredet. „Er meinte, dass er sich dabei mal den Arm gebrochen hat“, erzählte der sechsmalige Sieger des berühmtesten Tennisturniers der Welt.

Spannendere Spiele hätte seine königliche Hoheit allerdings auf den Außenplätzen bestaunen dürfen - mit deutscher Beteiligung. Der Prinz von Wales hätte sich besonders beim Auftritt von Sabine Lisicki königlich amüsiert. Die Vorjahres-Halbfinalistin, die in diesem Jahr an Position 15 gesetzt ist, kämpfte sich in einem dramatischen Match gegen die Serbin Bojana Jovanovski mit 3: 6, 6:2, 8:6 in Runde drei und trifft dort auf die US-Amerikanerin Sloane Stephens. „Ich habe jetzt die Chance, im nächsten Match besser zu spielen“, sagte Lisicki.

Diese elf EM-Kicker findet Petkovic sexy - Auch zwei Deutsche dabei

Andrea Petkovic hat die ihrer Meinung nach elf schönsten EM-Kicker nominiert - in „Picasso“ Mats Hummels und dem „scheynen“ (hessisch für schön) Mario Gomez schafften es immerhin zwei aus der Löw-Elf in den illustren Kreis. © dpa
Tor: IKER CASILLAS (Spanien) - „Natürlich, wer sonst...!!! Ich habe diese Vorliebe für Torhüter. Sie sind Einzelkämpfer, wie ich auch.“ © dpa
Verteidigung: MATS HUMMELS (Deutschland) - „Schöner Mann, trotz Picassobärtchen.“ © dpa
OLOF MELLBERG (Schweden) - „Das verstehen wahrscheinlich nur Frauen ... dieser Bart.“ © dpa
JOHN TERRY (England) - „Ja, das ist auch für mich komisch, aber ich finde ihn echt attraktiv.“ © dpa
GERARD PIQUE (Spanien) - „Shakira weiß schon, was sie tut.“ (Augenzwinkern). © dpa
Mittelfeld: XABI ALONSO (Spanien) - „Schöne kühle Ausstrahlung, schöner Bart. © dpa
YANN M'VILA (Frankreich) - „Hat was von einem Basketballer an sich - und da hab ich eh“ eine Schwäche für." © dpa
Sturm: MARIO GOMEZ (Deutschland) - `Der scheyne Supermario! Mehr gibts dazu nicht zu sagen.“ © dpa
CRISTIANO RONALDO (Portugal) - „Ja, CR7 ist ein Gockel. Und ja, er hat mehr Gel in den Haaren als Silvio Berlusconi. Aber schön ist er - und ein Portugiese muss einfach dabei sein.“ © dpa
ANDY CARROLL (England) - „Meine neueste Entdeckung seit dem Spiel der Three Lions gegen die Ukraine. Wer hätte gedacht, dass es gleich zwei Engländer in mein Dream-Team packen. Boah!“ © dpa
FERNANDO TORRES (Spanien) - „Hm, mir fällt auf, irgendwie dominieren die Spanier. Ich hoffe, im sportlichen Bereich wird das nicht so sein.“ © dpa
Ersatzbank: „Eine Sonderauszeichung (honorable mention) geht übrigens an den ehemaligen Nationalspieler Nuno Gomes: Er ist für mich der scheynste Portugiese der Welt.“ © Getty

Sie war selbst überrascht, wie nervös sie vor der Begegnung mit der Weltranglisten-117. war: „Ich habe gekämpft, nur das zählt am Ende.“ Die 22-Jährige beschwerte sich zwischenzeitlich beim Schiedsrichter über das laute Stöhnen ihrer Kontrahentin. „Ich habe die Bälle kaum noch gehört. Dafür haben wir Regeln“, sagte Lisicki, die in Runde drei ihrer Fed-Cup Kollegin Julia Görges (Bad Oldesloe/Nr. 22) bereits einen Schritt voraus ist.

Görges litt am Dienstagabend unter dem englischen Landregen und musste in ihrer Partie gegen Shahar Peer (Israel) in die Verlängerung. Die Aufgabe meisterte die 23-Jährige allerdings mit Bravour, ließ sich von der Unterbrechung nicht verunsichern und gewann 6:2, 6:2 und spielt nun entweder gegen Mandy Minella (Luxemburg) oder Anastasia Jakimowa (Bulgarien). „Ich habe heute aggressiv weitergespielt“, erklärte Görges.

Am Abend hatte zudem die deutsche Nummer eins, Angelique Kerber (Kiel/Nr. 8), die Chance, die dritte Runde zu erreichen. Ausgeschieden ist dagegen Annika Beck bei ihrer Grand-Slam-Premiere. Die erst 18-Jährige aus Bonn kämpfte gegen die Weißrussin Olga Goworzowa verbissen um jeden Punkt, musste sich letztlich jedoch mit 3:6, 6:3, 3:6 geschlagen geben. Noch bei den French Open in Paris hatte Beck das Turnier der Juniorinnen gewonnen und sich in Wimbledon ohne Satzverlust durch die Qualifikation gekämpft.

Ein spaßiger Zeitvertreib für die feine Gesellschaft wäre auch die deutsche Partie zwischen Florian Mayer und Philipp Petzschner gewesen. Die beiden 28-jährigen Bayreuther schenkten sich in ihrem vierten Aufeinandertreffen nichts. Zwei Sätze sah Doppelspezialist Petzschner, der sich nicht erst seit seinem Sieg 2010 mit Jürgen Melzer (Österreich) auf dem heiligen Rasen besonders wohlfühlt, wie der sichere Sieger aus. Dann drehte der an Position 31 gesetzte Mayer allerdings auf und gewann 3:6, 3:6, 6:4, 6:2, 6:4.

Damit steht die deutsche Nummer eins zum vierten Mal in ihrer Laufbahn in Runde drei von Wimbledon. Bei seinem Debüt 2004 war Mayer sogar einmal ins Viertelfinale eingezogen. Auf dem Weg dorthin wartet nun entweder Ernests Gulbis (Estland) oder Jerzy Janowicz (Polen).

„Ich bin heute über den Platz geschlichen wie ein Häufchen Elend“, sagte Mayer: „Er ist dann im vierten Satz eingebrochen. Am Ende war ich der glücklichere, aber nicht der bessere Spieler.“ Bereits bei den Australian Open vor zwei Jahren hatte Mayer nach 0: 2-Satzrückstand Petzschner bezwungen: „Das ist mir erst zum zweiten Mal in meiner Karriere gelungen. Immer gegen ihn. Das ist schon komisch.“

Einen Befreiungsschlag schaffte Björn Phau in seiner Auftaktpartie gegen den US-Amerikaner Wayne Odesnik. Der 31-Jährige aus Darmstadt gewann sein erstes Grand-Slam-Match seit sechs Jahren. Der Weltranglisten-88. triumphierte in der Fortsetzung der am Abend zuvor unterbrochenen Begegnung mit 6:3, 3:6, 6:7 (3:7), 6: 3, 6:4. Ausgeschieden ist dagegen Qualifikant Dustin Brown.

Partien von Scharapowa und Becker abgebrochen

Die Tennis-Weltranglisten-Erste Maria Scharapowa muss in Wimbledon nachsitzen. Die Vorjahresfinalistin und French-Open-Siegerin musste ihre Zweitrundenpartie gegen Zwetana Pironkowa wegen Dunkelheit bei 7:6 (7:3), 3:1 unterbrechen. Bis dahin hatte sich die Russin unerwartet schwer getan gegen die Weltranglisten-38. aus Bulgarien. Scharapowa, die neben Serena Williams (USA) als Topfavoritin gilt, peilt ihren zweiten Wimbledon-Titel nach 2004 an.

Der Mettlacher Benjamin Becker nimmt sein Match gegen den an Nummer 28 gesetzten Tschechen Radek Stepanek am Donnerstag beim Stand von 2:6, 6:5 wieder auf. Top-Ten-Spielerin Angelique Kerber aus Kiel konnte ihr Duell mit der Russin Jekaterina Makarowa wegen einer langen Regenpause in London gar nicht erst beginnen.

Djokovic erreicht die dritte Runde

Titelverteidiger Novak Djokovic steht in Wimbledon in der dritten Runde. Unter Fluglicht auf dem wegen Regens geschlossenen Centre-Court-Dach setzte sich der Weltranglisten-Erste am späten Mittwochabend mit 6:4, 6:4, 6:4 gegen den 20-jährigen Amerikaner Ryan Harrison durch.

Nun trifft der Serbe entweder auf den Mettlacher Benjamin Becker oder den an Nummer 28 gesetzten Radek Stepanek aus Tschechien. Im Halbfinale der 126. All England Championships könnte es Djokovic mit dem sechsfachen Turniersieger Roger Federer aus der Schweiz zu tun bekommen. Der 25 Jahre alte Djokovic hatte 2011 erstmals den Titel bei dem wichtigsten Rasentennisturnier der Welt in London gewonnen.

sid/dpa

So stöhn ist das Damen-Tennis! Wir zeigen die lautesten Spielerinnen

So stöhn ist das Damentennis!
Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
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Hier sehen Sie die Queen des lauten Schreis: Maria Scharapowa. © Getty
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Die schöne Russin bringt es auf unfassbare 101 Dezibel. Das entspricht einer lauten Motorsäge und liegt knapp unter der Schmerzgrenze - für manche ihrer Gegnerinnen auch deutlich darüber. © Getty
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Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
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Doch sie ist bei weitem nicht die einzige Spielerin, die grunzt, schreit oder stöhnt. © Getty
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Dinara Safina, die Schwester von Marat Safin, unterstrich ihre Schläge oft mit einem Ä-Ton. © Getty
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Ääääääääh! © Getty
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Auch Elena Dementieva gab gern Laute von sich, die vor allem männliche Fans grübeln ließen © Getty
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Obacht, gleich kommt's! © Getty
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Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
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Das hier war allerdings ein Jubelschrei. © Getty
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Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
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Und wer hat's erfunden? Hier sehen Sie die Mutter des Stöhnens, Monica Seles. © Getty
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Schon in ihren Duellen mit Steffi Graf ging sie deutschen Zuschauern damals gehörig auf den Zeiger. © Getty
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Kommen wir zu den tieferen Tonlagen. © Getty
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Francesca Schiavones Urschreie waren deutlich tiefer als die der Konkurrenz. © Getty
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Und jetzt kommen wir zu den ganz tiefen Tönen. Denn wer denkt, dass nur Frauen stöhnen, liegt falsch. © Getty
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Die weltbesten Männer tun's auch, zum Beispiel Novak Djokovic. © Getty
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Oder Rafael Nadal, der seine Schläge ebenfalls akustisch untermalt © Getty
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Genau so! Roger Federer ist übrigens mucksmäuschenstill. © Getty
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Auch bei den Männern gibt es zwei Ur-Stöhner. © Getty
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Jimmy Connors ... © Getty
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... und Andre Agassi.  © Getty
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Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

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