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Magdalena Neuner: Das sind meine Zukunftspläne

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Deutschlands größte Biathletin Madgalena Neuner.
Deutschlands größte Biathletin Madgalena Neuner. © dpa

Im tz-Interview spricht Deutschlands größte Biathletin Madgalena Neuner über ihr Zukunftspläne.

Langeweile kennt Zweifach-Mama Magdalena Neuner mit Tochter Verena und Sohn Josef nicht, für ihren Werbepartner Erdinger nahm sich die 30-Jährige dennoch Zeit und kam nach Erding aufs Volkfest. Das tz-Interview.

Was macht Magdalena Neuner im Moment?

Magdalena Neuner: Magdalena Neuner ist ja mittlerweile zweifache Mutter, also erübrigt sich die Frage, was ich mache (lacht). Ich habe einen klaren Alltag. Es dreht sich alles um die Kinder, aber ich bin auch noch viel unterwegs und habe viele Partner, mit denen ich zusammenarbeite. Für mich ist das eine schöne Mischung aus Familie und Beruf, wobei mir die viele Zeit für die Familie sehr wichtig ist.

Im Winter sind Sie wieder als Expertin vor der Kamera?

Neuner: Zumindest in Hochfilzen, auf Schalke und in Antholz, und da freue ich mich drauf, das ist einfach schön, ein klein wenig wieder ins alte Leben einzutauchen.

Madgalena Neuner: Ich hätte Biathlon-Bundestrainerin werden können

Die Kinder werden älter. Könnten Sie sich vorstellen, wieder näher an den Sport heranzurücken?

Neuner: Im Moment kann ich mir das nicht vorstellen, allerdings wäre es denkbar mit Kindern zusammenzuarbeiten, aber wirklich nur im Kleinen – sprich Vereinsarbeit. Ich wurde gefragt, ob ich mal Bundestrainerin werden will: Nein! Auf gar keinen Fall! Ich möchte nicht wieder dahin zurück. Als Expertin hin und wieder, das ist in Ordnung.

Begeistern sich die eigenen Kinder für Biathlon?

Neuner: Die Große schon! Die ist letztes Jahr mit den Langlaufskiern im Wohnzimmer herumgelaufen, was nicht so schön für die Möbel war. Nach einer nach einer halben Stunde Biathlon im TV sagt sie aber: „So Mama, jetzt schauen wir auch mal wieder was Gescheites.“ Da ist mit drei Jahren noch nicht so das Verständnis da.

War es schwer vom Sportlerruhm zurück in das normale Alltagsleben zu finden?

Neuner: Überhaupt nicht, es war immer mein Anker nach jedem Wettkampf, heimzukommen. Von daher war es für mich nach dem Rücktritt einfacher, dieses Leben aufzunehmen, weil ich es zwischendrin immer gelebt habe. Den Tipp kann ich jedem Sportler ans Herz legen: Nie die Normalität aufgeben und nach wie vor das „normale“ Umfeld zu behalten und mit seiner Familie auch „normale“ Themen zu haben und Freunde zu haben, die nicht aus dem Sport kommen.

Es gibt Spekulationen, dass Laura Dahlmeier nach Olympia aufhören könnte. Hat sie sich bei Ihnen schon ein paar Tipps geholt?

Neuner: Nein. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Laura in ihrem Leben viele andere Dinge hat, die sie gerne macht und dass Biathlon nicht das Allerwichtigste für sie ist. Das bedeutet aber nicht, dass sie nach Olympia automatisch aufhören wird. Ich denke, dass sie noch sehr große Erfolge feiern wird, nicht nur dieses Jahr, sondern auch die Jahre danach.

Interview: Frederik von Moers

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