"Maria darf nicht so viel denken!"

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Maria Riesch.

Was ist bloß mit Maria Riesch los? Nach ihren vier Slalom-Siegen in Serie hat sie jetzt vier Rennen nacheinander enttäuscht.

Video: Garmisch im Weltcup-Fieber

Aber das waren ja keine Slaloms! Jetzt in Garmisch (Freitag, 10.30 Uhr, ARD) geht’s zurück auf Marias Parade-Disziplin. Und da kann Riesch Christa Zechmeister den Rekord abluchsen: Die heute 51-jährige aus Berchtesgaden schaffte 1974 vier Slalom-Siege in Folge, aber fünf – das hat noch keine Deutsche geschafft – die tz sprach mit Christa Zechmeister.

Wären Sie traurig, Frau Zechmeister, wenn Sie den Rekord verlieren?

Zechmeister: (lacht) Nein, nein. Ich war ja damals 16 Jahre alt. Den Rekord als jüngste Seriensiegerin nimmt mir keiner mehr. Natürlich würde ich mich freuen, wenn die Maria und die anderen Deutschen ganz oben stehen. Ich würde ihr auch gerne gratulieren.

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Und gewinnt denn die Maria?

Zechmeister: Davon gehe ich ganz stark aus.

Obwohl sie in den letzten vier Rennen dreimal ausgeschieden ist?

Zechmeister: Das ist genau die Situation, die ich erwartet hatte, die ich auch gehabt habe. Bei Maria ist es die gleiche Situation wie beim Felix Neureuther: Wenn sie runterkommt, ist sie ganz vorne mit dabei. Ich mache mir keine Sorgen nach den letzten Rennen. Die Maria hat ein stabiles Umfeld hat. Und der Slalom ist ja derzeit ihre stärkste Disziplin.

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Woran lag’s denn bei Maria in den letzten Rennen?

Zechmeister: Das ist ein Lernprozess, durch den sie geht. Man stellt nach den vier Siegen in Serie auch andere Erwartungen an sich, setzt sich unter Druck. Man darf nicht soviel denken. Es sind nur Millimeter zwischen Nicht-Einfädeln und Einfädeln. Aber man darf auch nicht auf Sicherheit fahren. Die anderen Rennfahrer geben ja auch Gas.

Lag’s bei Maria vielleicht auch am Wechsel der Skier? Weg von ihrem geliebten Slalom-Ski, hin zu den längeren Speed-Ski?

Zechmeister: Ja, ganz klar. Die Umstellung ist nicht so einfach auf die langen Skier. Man hat ein ganz anderes Gefühl. Mir waren auch die kurzen Slalom-Ski lieber, und die waren bei uns noch 1,90 Meter lang (heute 1,60 Meter, d. Red.). Meine Schwester und ich wollten damals schon kürzere Ski nehmen, aber der Trainer war dagegen.

Werden wir Sie beim Slalom am Gudiberg sehen?

Zechmeister: Ich hatte schon geplant, hinzufahren. Aber ich weiß noch nicht, ob ich es schaffe. Ich drücke auf alle Fälle die Daumen.

Das Programm in Garmisch-Partenkirchen

Freitag: 10.45 Uhr, Damen-Slalom, Gudiberg

Samstag: 11.00 Uhr, Herren-Abfahrt, Kandahar. 13.00 Uhr, Damen-Super-G, Kandahar.

Sonntag: 10.00 Uhr, Herren-Slalom, Gudiberg

Quelle: tz

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