Verletzung bei Hopman Cup

Meniskusriss: Petkovic verpasst Australian Open

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Andrea Petkovic hat sich beim Auftaktspiel des Hopman Cup in Perth einen Riss des Innenmeniskus im rechten Knie zugezogen und wird nicht an den Australian Open teilnehmen können.

Perth - Andrea Petkovic hat sich beim Auftaktspiel des Hopman Cup in Perth einen Riss des Innenmeniskus im rechten Knie zugezogen und wird nicht an den Australian Open teilnehmen können.

Als der Körper ihr am Ende eines Seuchenjahres erneut den Dienst versagte, änderte Andrea Petkovic ihre Vorsätze für 2013 radikal. „Auf der To-Do-Liste: 1. Haare schneiden. Kurz. Sehr kurz. 2. Pink färben oder blond. 3. Rafas Hand halten, bis wir beide gesund sind“, twitterte die 25-Jährige, nachdem sie in Perth vom Meniskusriss in ihrem rechten Knie erfahren hatte. Der Hopman Cup und die folgenden Australian Open sollten der Anfang ihres Comebacks werden - für Andrea „Pech-kovic“ (Bild-Zeitung) endete dieser Traum nach nur 45 Minuten in Tränen.

Kein Wunder, dass der Tennis-Star spontan eine Selbsthilfegruppe mit dem ebenfalls dauerverletzten Rafael Nadal gründen wollte. Völlig aufgelöst hatte die Darmstädterin im Auftaktspiel gegen die Australierin Ashleigh Barty am Samstag beim Stand von 6:4 aufgegeben. Schmerzen ließen sie einen weiteren Kreuzbandriss im rechten Knie befürchten. Am Tag nach dem Schock zeigte „Petko“ sich daher erleichtert: „Ich hatte mit dem Schlimmsten gerechnet. Ich bin froh, dass es nicht wieder das Kreuzband ist.“

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Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
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Hier sehen Sie die Queen des lauten Schreis: Maria Scharapowa. © Getty
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Die schöne Russin bringt es auf unfassbare 101 Dezibel. Das entspricht einer lauten Motorsäge und liegt knapp unter der Schmerzgrenze - für manche ihrer Gegnerinnen auch deutlich darüber. © Getty
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Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
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Doch sie ist bei weitem nicht die einzige Spielerin, die grunzt, schreit oder stöhnt. © Getty
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Dinara Safina, die Schwester von Marat Safin, unterstrich ihre Schläge oft mit einem Ä-Ton. © Getty
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Ääääääääh! © Getty
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Auch Elena Dementieva gab gern Laute von sich, die vor allem männliche Fans grübeln ließen © Getty
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Obacht, gleich kommt's! © Getty
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Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
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Denn auch bei wahren Kraftpaketen wie den Williams-Schwestern, hier Venus, geht es lautstark zur Sache © Getty
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Serena steht ihrer Schwester auch da in nichts nach. © Getty
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Duelle unter den Schwestern sind ein wahrer Ohrenschmaus. © Getty
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Andrea Petkovic (l.) kann nicht nur gut tanzen, nein, ...  © Getty
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... vor ihren Siegen gibt sie lautstark alles! © Getty
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Auch Victoria Azarenka konnte glatt als Sirene durchgehen. © Getty
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Das hier war allerdings ein Jubelschrei. © Getty
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Michelle Larcher de Brito schlug sie alle! Zwar nicht im Tennis, sondern im Schreien. © Getty
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Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
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Und wer hat's erfunden? Hier sehen Sie die Mutter des Stöhnens, Monica Seles. © Getty
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Schon in ihren Duellen mit Steffi Graf ging sie deutschen Zuschauern damals gehörig auf den Zeiger. © Getty
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Kommen wir zu den tieferen Tonlagen. © Getty
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Und jetzt kommen wir zu den ganz tiefen Tönen. Denn wer denkt, dass nur Frauen stöhnen, liegt falsch. © Getty
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Auch bei den Männern gibt es zwei Ur-Stöhner. © Getty
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Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

Doch auch mit dem zweiten Meniskusriss nach 2011 steht dem Pechvogel eine erneute Leidenszeit bevor: Arthroskopie in Deutschland, je nach Art des Risses bis zu drei Monate Pause. Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner hat trotzdem keine Zweifel an einem Comeback. „Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass sie zurückkommt“, sagte die 39-Jährige.

Rittner hofft, dass ihr Schützling angesichts der nicht ganz so schweren Verletzung „ruhig bleibt und nicht den Kopf in den Sand steckt“. Vor dem Hopman Cup habe Petkovic einen sehr guten Eindruck gemacht. „Sie hat das Training langsam aufgebaut und war muskulär topfit“, sagte Rittner, fügte aber hinzu: „Das Knie hat immer mal wieder gezwickt, vielleicht hätte man das früher beheben müssen.“

Denn für Petkovic, die ehemalige Nummer neun der Welt, schloss sich „Down Under“ auf bittere Art und Weise ein Kreis. Mit einem Meniskusriss im selben Knie hatte im August 2011 ihre schier unglaubliche Pechsträhne begonnen. Im Januar dieses Jahres folgte ein schwerer Rückschlag, als ein Ermüdungsbruch im Iliosakralgelenk sie die Australian-Open-Teilnahme kostete.

Bereits im dritten Match nach ihrem Comeback rissen bei Petkovic im April beim WTA-Turnier in Stuttgart die Bänder im rechten Sprunggelenk. Es folgte das Aus für die French Open, Wimbledon und Olympia in London. Insgesamt sieben Monate musste sie während der zurückliegenden Saison pausieren. Wenn es überhaupt etwas Positives an ihrer Verletzungsmisere gab, war es ihr rechtes Knie, das keine Probleme bereitete - bis zum bitteren Jahresende.

Schon Jahre zuvor war eben dieses Knie ihre Schwachstelle gewesen: 2008 riss das Kreuzband. Im Jahr 2011 strapazierte Petkovic ihren Körper und spielte trotz des Meniskuseinrisses weiter. Später versprach sie, in Zukunft Geduld zu beweisen, „obwohl das noch nie meine Stärke war“.

Geduld muss Petkovic nun mehr denn je aufbringen. Die Zweifel, die sich „sehr schnell einstellen, wenn man auf dem Sofa liegen muss und den anderen im Fernsehen beim Spielen zusieht“, werden wiederkommen. Dabei hatte sich Petkovic für das Jahr 2013 viel vorgenommen.

Mit Tommy Haas wollte sie das Mixed nachholen, das bei Olympia in London nicht zustande gekommen war, danach stand die Qualifikation für die Australian Open an. Mit Beginn des Jahres sollte auch die Aufholjagd in der Weltrangliste starten. Von Platz neun bis auf Platz 192 war Petkovic zwischenzeitlich zurückgefallen, derzeit steht sie auf Rang 126. Das Vorhaben muss warten.

Mit Mitgefühl und Trost wurde Petkovic bei Twitter überschüttet. So schrieb Angelique Kerber: „Du weißt, in Gedanken bin ich bei dir und alles wird GUT.“ Die Teamkollegin rät ihr übrigens zur Haarfarbe Pink.

sid

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