„Iron Mike“ gegen Roy Jones junior

Mike Tyson kassiert Wahnsinns-Summe für Comeback - Duell der Box-Opas mit Soft-Regeln

Mike Tysons Rückkehr: Er kassiert eine Riesen-Summe für sein Comeback im Ring.
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Mike Tysons Rückkehr: Er kassiert eine Riesen-Summe für sein Comeback im Ring.

Es geht ums Geld: Mike Tyson kehrt für eine spektakuläre Gage in den Ring zurück. Beim Fight gegen Roy Jones junior werden die Regeln geändert - wohl auch, um die Fighter zu schützen.

  • Mike Tyson kehrt in den Ring zurück. Und das lässt er sich fürstlich entlohnen.
  • Der Kampf gegen Roy Jones junior unterliegt besonderen Regeln. Er zählt nur als „Schaukampf“.
  • Hier finden Sie alle Infos, wie Sie den Kampf live erleben können. Hier geht es zum Live-Ticker.

Los Angeles - Wer viel hat, kann viel ausgegeben. Mike Tyson hatte sehr viel: 300 Millionen Dollar soll sein Vermögen auf dem Höhepunkt seiner Karriere angeblich betragen haben. Dumm nur, dass Tyson (54) es mit dem Ausgeben etwas übertrieben hat. „Ich habe über 500 Millionen Dollar verprasst“, gestand er einmal.

Das Resultat dieser beiden Zahlen sehen wir wohl Samstagnacht: Mike Tyson kehrt zurück. „Iron Mike“ braucht Geld und die Rückkehr altersschwacher Box-Legenden hat fast schon so viel Tradition wie die der X-ten Abschiedstournee in die Jahre gekommener Rockbands. Für Tyson soll wird es sich zweifellos lohnen, der Hype um den Kampf gegen Roy Jones junior (51) ist riesig.

Zehn Millionen Dollar soll Tyson als Antrittsgage für den Kampf kassieren - Jones junior erhält drei Millionen, damit er Tysons Comeback hautnah erleben darf. Doch damit nicht genug. Tyson hält einen großen Anteil an den Pay-per-View-Verkäufen des Kampfes. Der Fight kostet stattliche 49 US-Dollar und soll bereits zwei Tage vor dem Event der meisterverkaufte PPV-Kampf des Jahrzehnts sein. Schätzungen zufolge soll Tyson mit dem Kampf sagenhafte 50 Millionen Dollar verdienen. Es wird also mit großer Wahrscheinlichkeit Tysons bestbezahlter Fight seiner Karriere. Damals kassierte er „nur“ 35 Millionen (1996 gegen Frank Bruno, 2002 gegen Lennox Lewis).

Tyson gegen Jones junior: Sportliche Relevanz? Angepasste Regeln beim Fight der Box-Opas

Es geht also um extrem viel Geld. Die sportliche Relevanz des Fights darf bezweifelt werden. Die kalifornische Box-Kommission sieht den Kampf lediglich als Schauveranstaltung oder „harte Sparring-Einheit“. Dafür werden sogar extra die Regeln angepasst. Die Runden sind nur zwei Minuten lang statt drei Minuten. Auch die Boxhandschuhe sind anders als sonst: Sie wiegen zwölf statt zehn Unzen. Bei einer schweren Blutung wird abgebrochen, außerdem gibt es keine offiziellen Punktrichter. Der Box-Verband WBC stellt Promi-Punktrichter, es wird ein zeremonieller Gewinner ausgerufen.

Alles in allem klingt es sehr nach Spaß-Kampf, auch wenn die beiden Fighter natürlich nicht müde werden, zu unterstreichen, wie ernst sie den Schlagabtausch nehmen. Erwartet wird nichts anderes als ein Triumph des agileren und schnelleren Jones junior, der anders als Tyson seit Jahren weiterhin aktiv war. (cg) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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