Skispringer Andreas Wellinger

Martin Schmitts Nachfolger: Er ist der neue Milka-Boy

Andreas Wellinger fliegt ab sofort mit Milka-Helm.

München - Nein, der Mann, der beim Saisonauftakt am 22. November in Klingenthal unter dem lila Milka-Helm steckt, ist nicht mehr Martin Schmitt, sondern Andreas Wellinger! Der 19-Jährige im Interview.

Nein, der Mann, der beim Saisonauftakt am 22. November in Klingenthal unter dem lila Milka-Helm steckt, ist nicht mehr Martin Schmitt, sondern Andreas Wellinger! Im tz-Interview spricht der 19-jährige Weißbacher über die Schmitt-Nachfolge und warum er von der Schokolade oft nichts abbekommt.

Herr Wellinger, als Martin Schmitt 1998 Olympiasilber gewann, waren Sie drei Jahre alt. Haben Sie seine Erfolge wahrgenommen?

Wellinger: Ich habe 2001, als Sechsjähriger, mit dem Skispringen angefangen, mitbekommen habe ich es also schon. Außerdem erinnere ich mich an den Skiflug-Weltcup 2005 in Planica. Dort hat es die Rekorde nur so gehagelt, das habe ich mir mindestens zehnmal angeschaut.

Wann haben Sie Martin zum ersten Mal getroffen?

Wellinger: Vor drei Jahren bei einem Trainingslehrgang. Vor zwei Jahren war ich während des Sommer-Grand-Prix mit ihm auf dem Zimmer. Martin ist extrem sympathisch, er hat null Allüren und hat von Anfang an versucht, mir zu helfen.

Und plötzlich sind Sie weiter gesprungen als er…

Wellinger: Im ersten Moment konnte ich das gar nicht realisieren. Ich kannte alles nur aus dem Fernsehen, aber die Mannschaft hat mich toll aufgenommen.

Mit dem olympischen Mannschaftsgold von Sotschi haben Sie mit Martin Schmitt bereits gleichgezogen. Können Sie ähnlich viele Erfolge feiern wie er?

Wellinger: Siege sind schwer planbar. Ich will gesund bleiben und Spaß am Skispringen haben. Wenn ich in zehn Jahren ähnlich erfolgreich gewesen bin, wäre das schön, aber bis dahin ist noch ein langer, harter Weg.

Der Österreicher Thomas Morgenstern hat nach vielen Stürzen seine Karriere beendet.

Wellinger: Der Spaß war bei ihm nicht das Problem, sondern vermutlich die Angst. Wenn man am Start denkt, dass der Ski im Flug aufgeht, hat das keinen Sinn. Er hat für sich die richtige Entscheidung getroffen.

Zurück zur Schokolade. Haben Sie Spaß daran oder wie halten Sie es mit den Süßwaren?

Wellinger: Ein Stückchen Schoko geht immer. Ich habe das Glück, dass ich essen kann, was ich will, ohne zuzunehmen. Leider bekomme ich höchstens die Hälfte ab, weil mir mein Zimmerkollege Marinus Kraus immer alles wegisst. Andererseits, Schokolade in Maßen ist letztendlich eh besser als in Massen.

Zum Schluss die Frage, die alle weiblichen Fans interessiert: Wie steht es in der Liebe um den süßen Springer mit dem lila Helm?

Wellinger (schelmisches Grinsen): Da bin ich mit der aktuellen Situation sehr zufrieden.

Interview: Mathias Müller

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