Extreme E mit Hamilton und Rosberg

Mehrfacher Überschlag in Wüste: Deutsche Renn-Pilotin bereitet neuer Serie Schreckmoment - „Dachte nur: ‚Oh Sch...!‘“

Das war alles andere als ein Auftakt nach Maß für Claudia Hürtgen in der neuen Rennserie Extreme E. Im ersten Qualifying überschlägt sie sich mehrfach mit ihrem Fahrzeug. Entwarnung kann sie nicht sofort geben.

Das Ende der Ausfahrt: Claudia Hürtgen überschlug sich mit dem Elektro-SUV mehrfach, kam aber mit einer kleineren Blessur davon.

München - Die neue und am Ostersamstag gestartete Rennserie Extreme E wollte spektakuläre Bilder liefern - in besonderer Kulisse. Das ist gleich am ersten Tag gelungen. Aber ganz anders als erhofft. Mit einem heftigen Überschlag hat die deutsche Pilotin Claudia Hürtgen im ersten Qualifying zum Wüsten-X-Prix in Saudi-Arabien für einen Schreckmoment gesorgt.

Zum Glück blieb die einzige deutsche Starterin im Fahrerfeld um den früheren Formel-1-Champion Jenson Button oder die Rallye-Legenden Carlos Sainz und Sebastian Loeb bei dem Zwischenfall nahezu unverletzt. „Ich kam den Hügel hinunter und dann bekam ich auf der rechten Seite einen Schlag. Ich glaube, ich habe einen Stein getroffen“, erklärte die 49-Jährige vom Team ABT den Anfang vom Ende ihres Arbeitstages.

Überschlag im Wüsten-Qualifying: „Ich dachte nur: ‚Oh Scheiße!‘“

Denn damit nahm das Unheil seinen Lauf, Hürtgen wurde zur Passagierin und mächtig durchgeschüttelt: „In diesem Moment bekam ich Übersteuern und dann habe ich gegengelenkt. Das war ziemlich hart und weil ich in diesem Moment mit dem Felsen an der Seite zu schnell war, ist es dann passiert. Dann dachte ich nur: ‚Oh, Scheiße!‘“

Viereinhalb Überschläge legte der Elektro-SUV im Wüstensand hin, ehe er auf dem Dach liegenblieb. Zunächst warteten Teammitglieder, Konkurrenten und Beobachter vergebens auf eie Reaktion, was jedoch nicht an Hürtgen lag. „Das Problem für das Team war, dass der Funk nicht funktionierte. Ich konnte sie also hören, aber andersherum konnte ich nicht sagen, dass es mir gut geht“, schilderte sie die Problematik.

Überschlag im Wüsten-Qualifying: Demoliertes Chassis macht Teilnahme am zweiten Qualifying unmöglich

Einzige schmerzhafte Folge des Crashs war für die Aachenerin ein Biss auf die Zunge. Ihr Dienstfahrzeug kam wenig überraschend nicht ganz so glimpflich davon. Weil das Chassis gewechselt werden musste, konnten Hürtgen und Teamkollege Mattias Ekström das zweite Qualifying nicht in Angriff nehmen.

In der neuen Serie, in der sich jeweils ein Mann und eine Frau ein Fahrzeug teilen, sind auch Lewis Hamilton und Nico Rosberg aktiv. Und zwar als Rennstall-Besitzer. Der Formel-1-Rekordweltmeister führt das Team X44 an, für das neben Loeb die Spanierin Cristina Gutierrez fährt. Der in Monaco lebende F1-Rentner steht dem Team Rosberg X Racing mit der Australierin Molly Taylor und Johan Kristoffersson aus Schweden vor. (mg)

Rubriklistenbild: © Screenshot Extreme E

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