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Nach dem Bronze-Coup: Wie geht es für das DBB-Team weiter?

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DBB-Team
Die deutschen Basketballer haben eine starke EM gespielt. © Soeren Stache/dpa

Bei der Heim-EM machten Deutschlands Basketballer mit überzeugenden Leistungen auf sich aufmerksam. Doch wie geht es für Schröder und Co. im Alltag weiter? Und wer könnte zum Team stoßen?

Berlin - Dennis Schröder war einer der besten Spieler der Basketball-EM, Jungstar Franz Wagner machte auf sich aufmerksam und Rollenspieler wie Andreas Obst oder Maodo Lo wurden schon für die nordamerikanische Profiliga NBA gefordert.

Deutschland hat bei der Heim-EM mit Spielen in Köln und Berlin einen kleinen Hype ausgelöst und diesen mit Bronze nach einem 82:69 gegen Polen am Sonntag vollendet. Wie geht es für die Profis im Alltag weiter?

Auf dem Weg zum NBA-Star

Der 21 Jahre alte Wagner erlebte eine starke erste Saison in der NBA. Für die Orlando Magic gelangen dem Berliner 15 Punkte im Schnitt bei guten Quoten, er zählte zu den fünf besten Neulingen der gesamten Liga. Wagner war in allen Statistiken besser als Superstar Dirk Nowitzki in dessen erster Saison. „Ich war positiv überrascht, wie abgezockt er ist, wie athletisch er mithalten kann, wie talentiert er ist. Er kann so ein bisschen alles mit dem Ball“, sagte Nowitzki. Häufig legen Profis in ihrem zweiten Jahr eine deutliche Leistungssteigerung hin.

Schlüsselspieler wechseln den Verein

Drei der fünf deutschen EM-Stammspieler wechseln zur neuen Saison ihren Verein. Co-Kapitän Johannes Voigtmann lässt das Kapitel ZSKA Moskau und Russland hinter sich und fängt bei Olimpia Mailand an. „Ich bin glücklich, bei so einem renommierten Verein und in einer Mannschaft mit großen Zielen zu sein“, sagte Voigtmann. Für Daniel Theis geht es vom NBA-Finalisten Boston Celtics zu Ligarivale Indiana Pacers. Kapitän Dennis Schröder, der im Sommer lange ohne Verein war, zieht es zurück zu den Los Angeles Lakers, an die Seite von LeBron James. „Es ist eine Ehre, für die @Lakers zu spielen. Kann es kaum erwarten, anzufangen!“, schrieb Schröder auf Instagram. Das letzte Jahr habe sich nicht richtig angefühlt. Er habe sich missverstanden gefühlt und niemand habe die Geschichte wirklich gekannt. Eine tragende Rolle wie bei der EM darf er bei den Kaliforniern an der Seite von James, Anthony Davis und Russell Westbrook aber eher nicht erwarten.

Daueraction in Bundesliga und Euroleague

Nach der EM quasi keine Pause, dann eine Bundesliga-Saison mit 34 und eine Euroleague-Saison mit 34 Spielen, bevor die Playoffs folgen: Diese XXL-Umfänge auf NBA-Niveau sind für Deutschlands Basketballer längst Gewohnheit. Für Dreipunktspezialist Obst und Nick Weiler-Babb (beide FC Bayern) sowie Aufbauspieler Lo und Johannes Thiemann (beide Alba Berlin) geht es nach der EM schnell wieder los. National dürften sich Herausforderer Bayern und Meister Berlin erneut um die Titel duellieren. In der Euroleague wird der erste deutsche Einzug ins Final Four angepeilt.

Was machen die Fehlenden?

Der pausierende Maximilian Kleber (Dallas Mavericks) und der verletzte Moritz Wagner (Orlando Magic) sind bei ihren NBA-Clubs geblieben und gelten dort als Rollenspieler. Beide könnten für die WM 2023 in Asien wieder Kandidaten sein. Das gilt auch für Isaiah Hartenstein, der in diesem Sommer zu den New York Knicks wechselte. Zunächst nicht mehr in der NBA auflaufen wird Isaac Bonga, der sich von seinem Wechsel von den Toronto Raptors zum FC Bayern mehr Spielanteile erhofft. dpa

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