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Naomi Osaka: Privates, Karriere, Erfolge - Das wissen wir über das japanische Tennis-Ass

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Naomi Osaka gilt als eine der besten Tennisspielerinnen weltweit.
Naomi Osaka gilt als eine der besten Tennisspielerinnen weltweit. © IMAGO/Rob Prange

Die Tennisspielerin Naomi Ōsaka schaffte es bereits für 25 Wochen an die Weltrangspitze. Im Lauf ihrer Karriere konnte sie bisher sieben Titel holen.

Osaka – In Osaka, Millionenstadt und traditionellem Handelszentrum Japans, wurde am 16. Oktober 1997 die Tennisspielerin Naomi Ōsaka geboren. Sie stand bereits einmal an der Spitze der Weltrangliste im Dameneinzel. Bei den Olympischen Sommerspielen 2021 entfachte sie als letzte Fackelläuferin die Olympische Flamme.

Die Tennisspielerin Naomi Ōsaka privat: Herkunft und Familie

Naomi Ōsaka wuchs in Long Island im Bundesstaat New York auf. Später zog sie nach Florida, da die Trainingsmöglichkeiten dort besser waren. Ihr Vater Leonard „San“ François stammt aus dem Karibikstaat Haiti, ihre Mutter ist japanischer Herkunft. Deren Vater verstieß sie, da er die Hochzeit mit einem Farbigen missbilligte, woraufhin die Familie in die USA zog, als Naomi Ōsaka drei Jahre alt war. Da das japanische Recht dazu verpflichtet, sich bis zu seinem 22. Geburtstag für eine Staatsbürgerschaft zu entscheiden, legte sie 2019 ihre US-amerikanische ab. Das ermöglichte der Tennisspielerin die Teilnahme für Japan an den Olympischen Spielen in Tokio.

Naomi Ōsakas ältere Schwester Mari ist ebenfalls als professionelle Tennisspielerin aktiv. Daneben zählt die Japanerin ihren Freund, den Jung-Rapper Cordea, zu ihrer Familie. Die beiden lernten sich 2019 kennen.

Die Tennisspielerin Naomi Ōsaka: Engagement

Die Tennisspielerin engagiert sich politisch und sozial. Sie übt starke Kritik am Rassismus in den USA und in Japan und rief in dem Zusammenhang zur Beteiligung an den „Black Lives Matter“-Protesten auf. Anlässlich von Polizeigewalt gegen farbige Menschen boykottierte sie im August 2020 ihr Halbfinalspiel bei den Western & Southern Open in New York City. Daraufhin sagte die Turnierleitung alle für den Tag geplanten Partien ab. Bei den folgenden US Open trug Naomi Ōsaka zu jedem Spiel den durch COVID-19 vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz mit dem Namen eines Opfers von Polizeibrutalität.

Naomi Ōsaka: Die Karriere der Tennisspielerin

Zunächst spielte Naomi Ōsaka hauptsächlich beim ITF Women‘s Circuit. 2014 gab sie ihr Debüt auf dem Hauptfeld eines WTA-Turniers. 2016 qualifizierte sich die Tennisspielerin bei den Australian Open erstmals für ein Grand-Slam-Turnier. Im März 2017 gewann sie ihren ersten WTA-Titel beim Turnier in Indian Wells. Dadurch kletterte sie von Platz 44 auf Platz 22 der Weltrangliste.

2018 folgte der erste Grand-Slam-Titel bei den US Open, womit sie in der Tennisgeschichte die erste Japanerin wurde, der dies gelang. Im Finale besiegte sie Serena Williams und stieg dadurch in die Top Ten auf. Bei den Australian Open gewann sie direkt danach ihr zweites Grand-Slam-Turnier und schaffte es so an die Spitze der Weltrangliste. Außerdem spielt sie seit 2017 für die japanische Fed Cup-Mannschaft und konnte von ihren sechs Partien fünf gewinnen.

Die Tennisspielerin Naomi Ōsaka: Karriere ab 2020

Bei den US Open 2020 gewann Naomi Ōsaka das Finale gegen Wiktoryja Asaranka. Anfang 2021 folgte der erneute Sieg bei den Australian Open, was der Tennisspielerin den vierten Grand-Slam-Titel einbrachte. Als ihr bei den French Open 2021 mit dem Turnierausschluss gedroht wurde, zog sie sich freiwillig zurück.

Grund für die Drohung war ihre Verkündung, dass sie aufgrund ihres mentalen Gesundheitszustandes nicht an der beim Turnier verpflichtenden Pressekonferenz teilnehmen würde und auch sonst der Presse nicht zur Verfügung stehe. Auch Wimbledon sagte sie ab. Bei den Olympischen Sommerspielen entzündete sie das Olympische Feuer. Bei den Wettkämpfen schied sie im Achtelfinale aus.

Die Tennisspielerin Naomi Ōsaka: Erfolge im Überblick

Naomi Ōsaka liegt derzeit auf Platz 36 der Weltrangliste (Stand: Mai 2022). 25 Wochen lang hielt sie sich an der Spitze. Insgesamt holte sie im Alter von 24 Jahren bereits sieben Karrieretitel. Diese sind folgendermaßen verteilt:

Anfang Mai 2021 erhielt die Tennisspielerin den Laureus World Sports Award als Sportlerin des Jahres.

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