Nowitzki will den Ring - "Nicht verstecken"

Dirk Nowitzki geht in seine 13. NBA-Saison
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Dirk Nowitzki geht in seine 13. NBA-Saison

Dallas/Frankfurt - 13. Saison, 13. Anlauf: Dirk Nowitzki startet mit den Dallas Mavericks an diesem Mittwoch in die neue NBA-Saison. Das Ziel des Würzburgers lautet wie jedes Jahr.

Blonde Mähne, Stirnband: Mit neuem Look startet Dirk Nowitzki in seine 13. NBA-Saison. An den Zielen des deutschen Basketball-Superstars hat sich hingegen nichts geändert. “Mein Traum bleibt die Meisterschaft. Dafür werde ich in den kommenden vier Jahren in Dallas weiter alles geben“, sagte Nowitzki vor dem Auftaktspiel gegen die Charlotte Bobcats an diesem Mittwoch (Ortszeit). Einmal den Champions-Ring um den Finger zu stecken und die Larry-O'Brien-Trophäe in die Höhe zu recken - nach nichts sehnt sich Nowitzki mehr.

Was unser NBA-Star beim Freiwurf singt: So tickt Dirk Nowitzki

Was er beim Freiwurf singt: So tickt Dirk Nowitzki

Dirk Nowitzki ist weltweit einer der bekanntesten deutschen Sportler. Wir präsentieren Wissenswertes über den NBA-Superstar, das Sie überraschen könnten... © picture alliance / dpa
Sein ganzer Name lautet Dirk Werner Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist eine absolute Identifikationsfigur in Dallas, seiner zweiten Heimat nach Würzburg. Er hatte im Laufe der Jahre verschiedene Spitznamen, unter anderem German Wunderkind, Dirkules, Dirk Diggler oder Dunking Deutschman. © picture alliance / dpa
Nowitzkis Schwester Silke arbeitete fürs Liga-Fernsehen NBA TV. © picture alliance / dpa
Als Dirk Nowitzki zu den Dallas Mavericks kam, war seine Abwehrarbeit alles andere als meisterlich. Deswegen strichen spitzfindige Fans kurzerhand das D für Defense aus seinem Vornamen und nannten ihn frech "Irk". © picture-alliance / dpa/dpaweb
Im Urlaub legt sich Nowitzki nicht auf die faule Haut, sondern rackert mit seinem Mentor Holger Geschwindner in einer Turnhalle in Rattelsdorf nahe Bamberg. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde in den USA 1997 ein Begriff. Beim Nike Hoop Summit, bei dem eine NBA-Auswahl gegen eine Horde europäischer Talente antrat, dunkte der junge Deutsche über NBA-Legende Charles Barkley. Dieser fragte in der anschließenden Pressekonferenz nach Nowitzkis Namen und empfahl ihm, in die USA zu kommen. © picture alliance / dpa
Individuell am Höhepunkt: 2007 bekam Nowitzki den MVP-Award und wurde praktisch zum besten Spieler der Welt ernannt. © picture-alliance/ dpa
In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere war der kanadische Aufbauspieler Steve Nash Nowitzkis bester Kumpel. Beide wurden später unabhängig voneinander zum MVP ernannt, dem wertvollsten Spieler. © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki hätte möglicherweise auch als Tennisspieler Karriere machen können. In seiner Jugend zählte er zu den größten deutschen Talenten. Dann legte er den Schläger zur Seite und konzentrierte sich voll auf Basketball. © picture alliance / dpa
Beim US-Volkssport Baseball macht Nowitzki eher eine mittelprächtige Figur, aber Basketball liegt ihm in den Genen: Nowitzkis Mutter Helga spielte einst für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft, sein Vater Jörg war Handballer. © picture alliance / dpa
Der einzige gebürtige Deutsche, der außer Nowitzki jemals den großen Durchbruch in der NBA schaffte, war Detlef Schrempf (l.). Im Vergleich zu Schrempf war es Nowitzki stets ein Anliegen, die deutsche Nationalmannschaft selbst nach der antrengenden NBA-Saison bei wichtigen Turnieren zu vertreten. © AFP
Logische Konsequenz: Nowitzki durfte bei Olympia 2008 in Peking die deutsche Flagge tragen. © picture-alliance/ dpa
Nowitzki und die Haarpracht: Im Laufe der Jahre trug er so ziemlich alles vom Stoppellook über die Boygroup-Gelfrisur bis hin... © picture-alliance/ dpa
... zur Langhaar-Matte. Als er mal besonders lange nicht beim Friseur war, verkleideten sich einige Fans mit Wischmob auf dem Kopf als Nowitzki. © picture alliance / dpa
Nowitzki wurde beim NBA-Draft von den Milwaukee Bucks ausgewählt, für die er aber nie spielen sollte, weil er sofort zu den Dallas Mavericks weitertransferiert wurde. Dort trägt er bis heute die Nummer 41. © picture alliance / dpa
Nowitzki spielt in seiner Freizeit Saxophon und Gitarre. Entsprechende Videos kursieren im Internet. © picture alliance / dpa
2009 erlitt Nowitzki emotional Schiffbruch, als die Beziehung zu seiner Verlobten Crystal Taylor platzte. Sie führte ein kriminelles Doppelleben und musste ins Gefängnis. © picture-alliance/ dpa
Mittlerweile hat Nowitzki eine neue Liebe gefunden. Im Sommer 2012 gaben sich der Basketballer und die Schwedin Jessica Olsson in der Karibik das Ja-Wort. © picture alliance / dpa
Nowitzki ist bekannt für seine Bescheidenheit. In den ersten Jahren seiner NBA-Karriere leistete er sich als Multimillionär nicht mehr als eine Wohnung und einen geräumigen Gebrauchtwagen, in dem seine Körpergröße keine Probleme darstellte. © picture alliance / dpa
Dirk Nowitzki singt beim Freiwurf "Looking for Freedom" von David Hasselhoff. Natürlich nicht voller Inbrunst, sonder nur ganz leise, um sich besser konzentrieren zu können. © picture alliance / dpa

Doch die Chancen auf die Meisterschaft haben sich im Sommer kaum erhöht. Zwar unterschrieb Nowitzki nach kurzer Überlegung einen neuen Vierjahresvertrag bei den “Mavs“, obwohl ihm viele Experten zu einem Wechsel geraten hatten. Club-Boss Mark Cuban gelang es aber erneut nicht, dem Würzburger einen zweiten Superstar an die Seite zu stellen. Lediglich Tyson Chandler kam als namhafter Spieler nach Texas, Winner-Potenzial hat der Center aber nicht.

“Mal sehen, die Trading-Deadline ist erst im Februar“, sagte Nowitzki dem Basketball-Magazin “Five“ über seine Hoffnungen auf weitere neue Spieler. Zunächst einmal müssen die Mavericks aber mit jenem Kader plus Chandler auskommen, der in der vergangenen Spielzeit bereits in der ersten Playoff-Runde an den San Antonio Spurs scheiterte.

Nowitzki gibt sich dennoch wie immer zuversichtlich. “Wenn wir unsere beste Leistung bringen, brauchen wir uns vor niemandem zu verstecken“, sagte der 32-Jährige. “Wir waren im vergangenen Jahr die zweitbeste Mannschaft im Westen. Das vergessen viele, wenn sie über uns urteilen.“

In der Tat spielten Nowitzki und Co. in der Saison 2009/2010 wieder eine starke Hauptrunde mit 55 Siegen und nur 27 Niederlagen. Zum zehnten Mal nacheinander feierten die “Mavs“ mehr als 50 Erfolge pro Spielzeit, ehe ihnen dann in der heißen Phase aber wie so oft die Luft ausging.

In der neuen Runde setzt Coach Rick Carlisle, der in seinem dritten Jahr in Dallas ebenfalls auf dem Prüfstand steht, vor allem auf die Ausgeglichenheit im Kader. “Wir haben zahlreiche gute Spieler, die zweistellig punkten oder rebounden können. Wir müssen nur rausgehen und es zeigen“, sagte Carlisle.

Auch Nowitzki setzt darauf, dass das Team eingespielt ist und die im Februar verpflichteten Brendan Haywood und Caron Butler nach der ersten gemeinsamen Vorbereitung endgültig integriert sind. “Die Beiden sind enorm wichtig für uns. Sie hatten eine gute Vorbereitung und sind heiß auf die Saison.“

Neben Spielmacher-Veteran Jason Kidd baut Nowitzki zudem auf die beiden Youngster Roddy Beaubois und Dominique Jones. Der französische Aufbauspieler Beaubois laboriert zwar noch an den Folgen einer Fußverletzung, zeigte aber bereits in der vergangenen Saison, dass er die “Mavs“ auf ein anderes Level heben kann. “Er ist unberechenbar und so etwas hat uns zuletzt gefehlt“, meinte Nowitzki. Rookie Jones überraschte in der Vorbereitung mit viel Elan und Unbekümmertheit. “Er ist ein explosiver Scorer und ich bin gespannt, wie er sich in seiner ersten NBA Saison durchsetzten kann.“

Die Hauptlast der Verantwortung wird aber wieder Nowitzki selbst tragen müssen. Carlisles Plan, dem 2,13-Meter-Riesen mehr Pausen zu gönnen, dürfte kaum aufgehen. Dennoch herrscht in Dallas Zuversicht. Die “Dallas Morning News“ prophezeit in ihrer Saison-Analyse 54 Siege - damit könnte der Vizemeister von 2006 sogar Titelverteidiger Los Angeles Lakers gefährlich werden. Doch an die Lakers reichen die “Mavs“ wohl nicht heran. “Los Angeles und natürlich Miami sind die großen Favoriten“, glaubt auch Nowitzki.

dpa

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