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Oligarch Usmanow lässt Amt als Fecht-Weltpräsident ruhen

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Alischer Usmanow
Der russische Unternehmer Alischer Usmanow ist seit 2008 Präsident des Fecht-Weltverbandes FIE. © Anatoly Maltsev/EPA FILE/dpa

Oligarch Alischer Usmanow lässt wegen der gegen ihn von der Europäischen Union verhängten Sanktionen sein Amt als Präsident des Fecht-Weltverbandes FIE mit sofortiger Wirkung ruhen.

Moskau - In einer Stellungnahme bezeichnete der 68-jährige Russe die Maßnahmen als unfair. Die Gründe, die zur Rechtfertigung der Sanktionen der EU angeführt worden seien, wären „eine Reihe von falschen und verleumderischen Behauptungen“, die seine Ehre, seine Würde und seinen geschäftlichen Ruf schädigen würden.

Usmanow, der seit 2008 Präsident der Fechter ist, will die Ausübung seines Amtes aussetzen, „bis die Gerechtigkeit wiederhergestellt ist“, heißt es in der Erklärung. Gegen den Kreml nahen Milliardär und weiteren Oligarchen waren wegen des russischen Einmarsches in der Ukraine Wirtschaftssanktionen von der EU verhängt worden.

Erst im November hatte Usmanow seine vierte Amtszeit als FIE-Präsident angetreten. Nach Berechnungen des Branchendienstes „insidethegames“ soll er zwischen 2008 und 2020 rund 77 Millionen Euro an den Weltverband gespendet haben. Im Jahr 2020 hatte Usmanow zudem ein historisches Dokument von Pierre des Coubertin, dem Initiator der Olympischen Spiele der Neuzeit, für knapp 8 Millionen Euro erworben und dem Olympischen Museum in Lausanne geschenkt. dpa

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