tz-Kolumne

Heinrich heute: Der Schwimmlehrer von Ötzi

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Michael Phelps.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über Michael Phelps.

Das Schöne an Olympia ist ja: Auch ältere Menschen wie Michael Phelps können im Herbst ihres Lebens noch Erfolge feiern. „Phelps ist in die Jahre gekommen“, verkündet ZDF-Kommentator Thomas Wark mitleidig, als der hochbetagte Amerikaner mit seinem Gehwägelchen zum Startblock schlurft und hofft, nicht aus Altersschwäche zu ertrinken. Man hat beim Zuhören das Gefühl: Ja, Phelps ist sehr sehr alt. Ja, er war der Schwimmlehrer von Ötzi. Ja, er hat Moses das Wasser geteilt, die Arche durch den Regen gezogen, und er fühlte sich pudelwohl, als die Sintflut vom Himmel brach. Trotzdem mal kurz nachschauen, wie alt der Greis eigentlich ist. Oh, erst 31 – also nur etwa 40 Jahre älter als die Kinderturn-Chinesinnen, die ein paar Stunden vorher über den Bildschirm tollten. Das ist das Schlechte an Olympia: Man kommt sich beim Zuschauen manchmal ganz schön alt vor.

Jörg Heinrich

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