tz-Kolumne

Heinrich heute: Streichholzdoping

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Thomas Röhler.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über Thomas Röhlers zündende Idee.

Das wahre Olympia beginnt ab sofort in den Münchner Büros: Streichholzwerfen! Seit Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler verraten hat, dass er ein Streichholz 32 Meter weit werfen kann, sind die Menschen Feuer und Flamme für diese zündende Idee. Überall wird Streichholz geworfen. Selbst alte Schachteln, die sich zu Beginn noch hölzern anstellen, entflammen schnell für den Bürosport. Falco wäre begeistert gewesen. Dabei wird gedopt, dass der Zündkopf vor Scham rot anläuft. Aerodynamisch angeschnitzte Zündhölzl, Streichhölzer mit Stecknadelfüllung, Sportzündhölzer mit Kohlefaserkern – alle, die sich gerade noch über Betrug in Rio aufgeregt haben, rüsten massiv auf. Die absoluten Champions lassen das Streichholz bei der Landung über eine Reibefläche rutschen, und zünden es damit an. Ein sensationeller Effekt: Dabei Schein ist alles.

Jörg Heinrich

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