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Kuriose Aktion! Nation sagt Olympia-Teilnahme kurzfristig ab - und will nun doch nach Tokio reisen

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Von: Antonio José Riether

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Athleten aus allen 206 Olympischen Nationen sollen bei den Spielen teilnehmen.
Athleten aus 206 Olympischen Nationen sollten bei den Spielen teilnehmen. © Ramiro Agustin Vargas Tabares/imago-images

Unmittelbar vor dem Beginn der Olympischen Spielen zog sich ein Team geschlossen zurück. Doch einen Tag später folgte plötzlich der Rückzug.

Tokio - Nur zwei Tage vor der Eröffnungszeremonie* und dem offiziellen Start der Olympischen Spiele sorgte eine Nation für Aufsehen. Guinea sagte seine Teilnahme erst am Mittwochabend ab, wie das Sportministerium mitteilte. Nur einen Tag nach der Olympia-Absage ruderten die Westafrikaner jedoch überraschend zurück.

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Mit seinen lediglich fünf Athleten will Guinea nun doch an den Spielen in Tokio teilnehmen. Dies teilte Sportminister Sanoussy Bantama Sow am Donnerstag mit. Der Grund für die kurzfristige Absage sei laut der Verantwortlichen das erhöhte Corona-Risiko in der japanischen Hauptstadt*. In der Präfektur gilt angesichts der Pandemie aktuell ein Notstand.

Nun habe man sich offenbar mit den Veranstaltern geeinigt. „Die Regierung hat Garantien von den Gesundheitsbehörden erhalten und gibt nun ihre Zustimmung für die Teilnahme der Sportler“, so ein Statement des Sportministeriums. Nur einen Tag vor dem Rückzug vom Rückzug hatte Sow in einem Brief Olympische Komitee Guineas noch große Sorge um die Gesundheit der Athleten geäußert. So argumentierte er am Mittwoch noch damit, dass man „aufgrund des Wiederauflebens von COVID-19-Varianten“ nicht antreten werde.

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Fraglich ist jedoch, ob die vom Ministerium angegebenen Gründe tatsächlich der wahre Auslöser für die ursprüngliche Absage waren. Wie eine der guineischen Regierung nahe Quelle der Nachrichtenagentur AFP gegenüber berichtet, seien finanzielle Probleme des 12,7-Millionen-Einwohner-Landes der Hintergrund der Absage. Nationale Medienberichte aus dem westafrikanischen Staat mutmaßen bereits über nicht gezahlte Prämien.

Bei elf Teilnahmen bei den Olympischen Spielen* konnte Guinea noch keine Medaille gewinnen. In Tokio wollen Ringerin Fatoumata Yarie Camara, Judoka Mamadou Samba Bah, die Schwimmer Fatoumata Lamarana Toure und Mamadou Tahirou Bah sowie die Leichtathletin* Aissata Deen Conte dies nun ändern.

Guinea wäre mit seiner Absage jedoch nicht das erste Land, das den Olympischen Sommerspielen in Japan fernbleibt. Bereits mehr als drei Monate vor dem Beginn der Großveranstaltung teilte Nordkorea mit, seine Sportler nicht Tokio zu entsenden. Grund dafür ist offenbar der Schutz vor dem Coronavirus. (ajr) *tz.de is ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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