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Olympia 2021: Deutscher Hürdenläufer hat denkbar ungünstigsten Nachnamen für seine Disziplin

Der deutsche Teilnehmer bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio.
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Der deutsche Teilnehmer bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio.

Olympia steht vor der Tür. Ende Juli erfüllt sich für viele Sportler ein großer Traum. Ein deutscher Hürdenläufer träumt vom großen Wurf - oder auch Sprung.

Tettnang - Er wurde am 2. Dezember 1992 in Tettnang am Bodensee geboren und nimmt dieses Jahr an Olympia 2021* teil. Schon in seiner Jugendzeit zeigte er phänomenale Leistungen im Hürdenlauf und wurde 2011 als Jungspund überraschend Deutscher Hallenmeister in Leipzig. Die Rede ist von Gregor Traber. Der Deutsche holte insgesamt viermal Gold bei den Deutschen Hallenmeisterschaften und zweimal Gold bei den Deutschen Meisterschaften. Fünfmal wurde er in beiden Veranstaltungen zusammengezählt Zweiter.

Olympia 2021: Deutscher Hürdenläufer will ins Finale

Der Hürdenläufer trat schon 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro an. Seine Leistungen für den deutschen Leichtathletikverband sind beachtenswert - dabei trägt er für 110-Meter-Hürden den denkbar ungünstigsten Nachnamen. Bei Olympia 2016 verpasste Traber um Haaresbreite den Einzug ins Finale. Er wurde Neunter. Nun bereitet er sich auf Olympia in Tokio vor, das wegen der Pandemie 2020 abgesagt werden musste.

Als einer von 90 deutschen Leichtathleten und Leichtathletinnen steht er im Aufgebot des DOSB (Deutsche Olympische Sportbund). 2016 gewann der Jamaikaner Omar McLeod Gold und wurde auch 2017 Weltmeister in London. Allerdings konnte der Titelverteidiger laut Jamaican Observer seine Rolle nicht bestätigen, blieb bei der Qualifikation an einer Hürde hängen und fährt nicht mit nach Tokio.

Olympia 2021: 110-Meter-Hürdenlauf - Grant Holloway großer Favorit

Als großer Favorit geht der US-Amerikaner Grant Holloway an den Start. Er gewann 2019 den Weltmeistertitel. 2021 stellte er in der Halle über 60 Meter mit 7,29 Sekunden einen neuen Weltrekord auf. Bei den Vorausscheidungen über 110-Meter-Hürden, die kürzlich stattfanden, lief Holloway 12,81 Sekunden im Halbfinale, ehe er mit 12,96 das Finale gewann. 12,81 Sekunden sind eine Hundertstel unter dem Weltrekord vom Aries Merritt aus dem Jahr 2012. Wie die dpa berichtet, sagte Holloway: „Der Weltrekord ist definitiv möglich“.

Grant Holloway, der große Favorit auf die 110-Meter-Hürden.

Zum Vergleich: Gregor Trabers persönliche Bestleistung sind 13,21 Sekunden. Für den Deutschen wäre es ein Erfolg, wenn er dieses Mal das Finale erreicht. Und wer weiß, vielleicht krönt er seine Olympische Teilnahme mit einer neuen persönlichen Bestleistung - und macht seinem Nachnamen eben keine Ehre. (ank) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

In unregelmäßigen Abständen berichtet tz.de über die Athleten und Athletinnen, die an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio teilnehmen.

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