Wir stellen die Teilnehmer vor

Olympia 2021: „Nur“ Stabhochspringerin? Deutsche Athletin hat auch andere außergewöhnliche Fähigkeiten

Lisa Ryzih hier mit einem Selfie im April 2021.
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Lisa Ryzih hier mit einem Selfie im April 2021.

Lisa Ryzih nimmt für den DOSB an den Olympischen Spielen in Tokio 2021 als Stabhochspringerin teil. Doch ihr größter Erfolg 2021 war ein anderer.

Mannheim - Der Deutsche Olympische Sportbund hat die 90 Athletinnen und Athleten veröffentlicht, die bei Olympia 2021 teilnehmen. Sie gehen auf Medaillenjagd. Einige vielversprechende Profis mit guten Erfolgsaussichten werden versuchen, sich zu verewigen. Darunter schon bekannte Gesichter wie Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul oder Speerwerfer Johannes Vetter.

Olympia 2021: Lisa Ryzih geht im Stabhochsprung an den Start

Auch eine Stabhochspringerin geht in Tokio 2021 an den Start. Lisa Ryzih wird sich bei Olympia ebenfalls mit den besten Konkurrentinnen messen. Die 32-Jährige freut sich auf das Event. „Offiziell nominiert für meine dritten Olympischen Spiele. Jeder Olympiazyklus ist anders und zu jedem einzelnen könnte ich ein Buch mit unendlich vielen Geschichten auf dem Weg zum Ziel schreiben“, meint Ryzih und führt aus: „Ich bin überaus dankbar, es wieder geschafft zu haben.“

Bei den Europameisterschaften und Halleneuropameisterschaften holte sie zweimal Silber und einmal Bronze. Zehnmal holte sie insgesamt Gold bei den Deutschen Meisterschaften und Deutschen Hallenmeisterschaften. Ihr persönlicher Rekord (Outdoor) liegt bei 4,73 Metern, Indoor bei 4,75 Metern. 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro hätten 4,80 Meter zu einer Medaille gereicht. Ryzih schaffte damals 4,50 Meter und wurde Zehnte.

Olympia 2021 nicht ihr größter Erfolg des Jahres? Ryzih brilliert auch in anderem Gebiet

Egal, wie die Olympischen Spiele für Ryzih enden, steht ihr größter Erfolg 2021 wohl schon fest. Die 32-Jährige studierte Psychologie und vermeldete am 1. Juni auf ihrem Instagram-Account, dass sie ihre Dissertation im Januar abgegeben hat. „Neben dem Sport habe ich immer gerne studiert und ein großes Ziel war es für mich immer, im Anschluss noch zu promovieren. Jetzt ist es tatsächlich Wirklichkeit geworden und die Arbeit hat sich gelohnt“, schreibt Ryzih oder wie sie sich selbst nennt: „Dr. phil. Lisa Ryzih“.

Eine sehr solide Basis, vor allem in Hinblick darauf, dass ein Leichtathletik-Leben mit 32 Jahren schon Richtung Karriereende geht - je nach dem, wie gut der Körper noch auf Top-Niveau mithalten kann.

Einen Kollegen von Ryzih haben wir auch schon vorgestellt: Er besitzt einen denkbar ungünstigsten Namen für seine Disziplin. (ank) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

In unregelmäßigen Abständen berichtet tz.de über die Athleten und Athletinnen, die an den Olympischen Spielen 2021 in Tokio teilnehmen.

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