Mega-Triumph in Tokio von Rotter-Focken

Deutsche Olympiasiegerin hat ein besonderes Gold-Geheimnis - sie trägt es an ihren Füßen

Glücklich posiert Ringerin Aline Rotter-Focken nach der Siegerehrung mit der Goldmedaille.
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Glücklich posiert Ringerin Aline Rotter-Focken nach der Siegerehrung mit der Goldmedaille

Aline Rotter-Focken ist Olympiasiegerin im Frauen-Ringen. Ein Mega-Erfolg in Tokio zum Abschluss ihrer Karriere. Auch dank eines Tricks.

Tokio - Aline Rotter-Focken (30) feierte zum Abschluss ihrer aktiven Laufbahn bei Olympia 2021 einen historischen Triumph. Mit einem 7:3 im Finale der Gewichtsklasse bis 76 Kilogramm gegen die Amerikanerin und fünfmalige Weltmeisterin Adeline Gray holte die Krefelderin Gold im Ringen. Damit kürte sie sich zur ersten deutschen Olympiasiegerin im Frauen-Ringen. „Ein Lebenstraum“ sei damit für sie in Erfüllung gegangen, sagte Rotter-Focken. „Es gab so viele Momente, wo ich dran gezweifelt habe, so viel geweint, gelitten und geackert habe. Jetzt hat es funktioniert.“

Olympische Spiele: Rotter-Focken setzt auf Stopper-Socken

Eines ihrer Gold-Geheimnisse: Stopper-Socken, die sie während den Olympischen Spielen in Tokio trug. Die rutschfesten Teile sind von der österreichischen Firma Tapedesign. Rotter-Focken bekam die Socken vor dem Mega-Event zugeschickt - und zwar in personalisierter Form mit ihren Initialen und der Deutschland-Flagge. Interessant: Vor allem bei Fußballern sind die rutschfesten Socken, die sich ergonomisch an den Fuß anpassen und Blasen verhindern, beliebt. Paul Pogba (Manchester United), Patrik Schick (Leverkusen), Mesut Özil (Fenerbahce), Alvaro Morata (Juventus Turin) oder Ivan Rakitic (FC Sevilla) schwören darauf. Auch Neymar (Paris Saint-Germain) oder Erling Haaland (Dortmund) trugen die Socken bereits.

Olympische Spiele: Rotter-Focken arbeitet mit Sportpsychologen zusammen

Ein weiteres Puzzle-Stück zu Rotter-Fockens Erfolg ist ihre Zusammenarbeit mit Sportpsychologen. Ihre mentale Stärke zeigte sich in Tokio auch am ersten der beiden Wettkampftage. Da fuhr sie gegen Wassilissa Marsaljuk aus Belarus, die Chinesin Qian Zhou und Hiroe Minagawa aus Japan drei Siege nacheinander ein. Das habe ihr „viel Ruhe gegeben“, erzählte sie.

Der Olympiasieg in Tokio ist der krönende Abschluss ihrer beeindruckenden Karriere. Neben Gold 2014 gewann sie unter anderem drei weitere WM-Medaillen: 2017 Silber, 2015 und 2019 jeweils Bronze. Drei dieser vier Edelmetalle holte sie noch in der Klasse bis 69 Kilogramm. (tz)

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