Deutsche Athleten sind dabei

Olympia 2021: Triathlon bei den Olympischen Spielen in Tokio – Zeitplan, Teilnehmer, Distanz

ITU World Triathlon Series - Weltmeisterschaft
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Laura Lindemann aus Deutschland überquert als Dritte beim Frauen Elite Rennen die Ziellinie

Die Disziplin Triathlon ist fester Bestandteil der Olympischen Spiele und auch bei Olympia 2021 dürfen Fans auf die Performance der Athleten gespannt sein.

Tokio – Am 23. Juli 2021 beginnen die Olympischen Sommerspiele in Tokio. Nur drei Tage nach der Eröffnungsfeier treten die ersten Triathleten gegeneinander an.

Olympia 2021: die Olympische Sportart Triathlon und ihre noch junge Geschichte

Die Einführung der Sportart als olympische Disziplin stand lange auf der Kippe. Bereits 1988 fanden Diskussionen darüber statt, ob Triathlon bei Olympia 1992 nicht als Demonstrationssportart in das Programm aufgenommen werden sollte. Der damalige Fünfkampf war für das Publikum weniger interessant, der organisatorische Aufwand für die Akteure hingegen hoch. Darum war es zunächst unklar, ob sich Triathlon als Sportart bei Olympia etablieren würde. Die Diskussion zwischen Akteuren über die mögliche Aufnahme des Triathlons in das olympische Programm ging über Jahre hinweg, bis schließlich entschieden wurde, dass die Sportart bei den Olympischen Spielen stattfindet.

Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney war es so weit: Triathlon wurde erstmals als olympische Sportart ausgetragen, es nahmen 52 Männer und 48 Frauen teil. Vier Jahre später wurde die Anzahl der Teilnehmer angepasst und es traten jeweils 50 Männer und 50 Frauen an. 2008 und 2012 lag die Teilnehmerzahl bei 55.

Triathlon bei Olympia 2021: Turniermodus, Regeln, Distanz und Zeitplan

Triathlon besteht aus verschiedenen Sportarten und bei den Olympischen Spielen werden diese über eine definierte Distanz durchgeführt. Männer und Frauen schwimmen 1,5 Kilometer, fahren 40 Kilometer Rad und laufen 10 Kilometer. Die Wettkämpfe zwischen Männern und Frauen werden getrennt ausgetragen. Die 55 Teilnehmer starten gemeinsam.

2013 entschieden die Akteure von Olympia, dass das Team Relay/Mixed Relay als Turniermodus mit in das Triathlon-Programm aufgenommen wird. Bei diesem Format nehmen Männer und Frauen einer Nation als Viererteam teil und absolvieren einen Super-Sprint, der aus folgenden Sportarten und Distanzen besteht:

  • 5 bis 8 Kilometer Radfahren
  • 250 bis 300 Meter Schwimmen
  • 1,2 bis 2 Kilometer Laufen

Wettkampfstätte der Triathlon-Wettbewerbe ist der Odaiba Marine Park. Ausgetragen werden die Wettkämpfe am 26. Juli von 6:30 – 9:00 Uhr (Männer), am 27. Juli von 6:30 – 9:05 Uhr (Frauen) und am 31. Juli von 7:30 – 9:25 Uhr (Mixed Team Relay).

Olympia 2021: Qualifikation, deutsche Teilnehmer und die Favoriten beim Triathlon

Jede Nation bekommt Startplätze zugeteilt und die Nominierung hierfür findet über die Nationalen Olympischen Komitees statt. Auf fünf Kontinenten finden Qualifikationswettkämpfe statt und den fünf Siegern werden Startplätze zugesprochen. Die besten drei der ITU World Championship Series nehmen ebenfalls bei Olympia teil. Zwei Plätze vergibt die Tripartite Commission und ein Platz ist für das Gastgeberland, also Japan, vorgesehen. Die letzten fünf Plätze werden über ein ITU-Punktesystem verteilt.

Deutschland wird bei Olympia 2021 von vier Teilnehmer/innen im Triathlon vertreten. Jonas Schomburg und Laura Lindemann qualifizierten sich bereits 2019 für die Teilnahme in Tokio. Über die internen Ausscheidungen der Deutschen Triathlon Union sicherten sich Justus Nieschlag und Anabel Knoll die Teilnahme. Die beiden Frauen und Männer treten getrennt in ihrem Wettkampf und gemeinsam im Mixed Relay an.

Klare Favoriten gibt es bei Olympia 2021 nicht. Triathlon wird erst seit 2000 ausgetragen und die Sieger kamen aus unterschiedlichen Ländern. Am erfolgreichsten waren bisher die Schweiz und das Vereinigte Königreich mit jeweils zwei Goldmedaillen. Deutschland teilt sich mit Kanada den fünften Platz – beide Nationen gewannen jeweils eine Gold- und eine Silbermedaille. Die deutsche Goldmedaille gewann Jan Frodeno 2008 in Peking.

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