Bordtoilette verstopft

Australier randalieren im Olympischen Dorf und entführen Maskottchen - Alkohol-Exzess auf Rückflug

Australische Olympia-Athleten randalierten im Olympischen Dorf und entführten ein Känguru-Maskottchen.
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Australische Olympia-Athleten randalierten im Olympischen Dorf und entführten ein Känguru-Maskottchen.

Australische Olympia-Athleten haben im Olympischen Dorf und beim Rückflug exzessive Partys gefeiert. Zwei entwendete lebensgroße Maskottchen tauchten plötzlich im deutschen Dorf auf.

Tokio - Australische Athleten haben bei Olympia* über die Stränge geschlagen und für Verwüstung im Olympischen Dorf gesorgt. Bei dem feucht-fröhlichen Gelage ging einiges zu Bruch, sogar zwei lebensgroße Maskottchen wurden entfernt. Auf dem Rückflug von Tokio sorgten weitere Alkohol-Eskapaden für Ärger.

Olympia: Australier verwüsten Zimmer und Betten - „entführte“ Maskottchen tauchen im deutschen Dorf auf

Die australischen Sportler haben vor ihrer Abreise aus Tokio im Olympischen Dorf randaliert und Betten in ihren Zimmern zerstört. Löcher wurden in die Wände geschlagen, die Zimmer verwüstet zurückgelassen. Nach der Party waren auch zwei lebensgroße Maskottchen, ein Emu und ein Känguru, verschwunden. Die beiden Maskottchen seien mittlerweile wieder aufgetaucht, sie wurden im deutschen Teil des Dorfs gefunden. „Wir hoffen, dass sie einen schönen Urlaub in Deutschland genossen haben“, sagte Australiens Chef de Mission, Ian Chesterman.

Er bat um Verständnis, dass Betten und Wände Schaden genommen hätten. Die Schlafgelegenheiten seien quasi aus Pappe, die Wände sehr dünn. „Einige junge Leute haben einen Fehler gemacht“, sagte Chesterman. „Es ist ein Buch, so alt wie die Zeit: Ein guter junger Mensch macht einen Fehler. Kapitel zwei ist: ein guter, junger Mensch ist voller Reue. Kapitel drei ist: Ein guter junger Mensch lernt aus dem Fehler und wird ein besserer Mensch.“ Weil sich die Athleten entschuldigt hätten, werde es zumindest vom australischen NOK keine Disziplinarmaßnahmen geben.

Das ist nicht akzeptabel. Ein paar Leute beschädigen das Ansehen einer ganzen Mannschaft, die uns hier mit Stolz vertritt.

Ian Chesterman, Australiens Chef de Mission

Olympia: Australier feiern auf Rückflug wilde Alkohol-Party - Erbrechen auf Bordtoilette

Doch die Feierlichkeiten setzten sich zu allem Überfluss auf dem Rückflug in die Heimat am vergangenen Donnerstag fort. Die Sportler sollen teilweise „exzessiv“ getrunken haben, einer übergab sich in der Bordtoilette. „Das ist nicht akzeptabel. Ein paar Leute beschädigen das Ansehen einer ganzen Mannschaft, die uns hier mit Stolz vertritt“, sagte Chesterman.

Die Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) hatte sich nach dem Flug nach Sydney schriftlich beim australischen Olympischen Komitee über das Verhalten beschwert. „JAL wies uns darauf hin, dass Teammitglieder exzessiv getrunken und auf Hinweise der Crew nicht reagiert haben. Zudem störten sie andere Passagiere“, sagte Chesterman.

Mindestens ein Sportler übergab sich in der Toilette, diese blieb für den Rest des Zehn-Stunden-Fluges unbenutzbar. Insgesamt waren 49 Athleten aus neun Sportarten an Bord, die Störenfriede gehörten laut Chesterman alle zum Rugby*- oder Fußball*-Team der Männer. Vielleicht sollten die Rugby- und Fußballspieler sich einen Wasserspringer zum Vorbild nehmen, der mit einem außergewöhnlichen Hobby Entspannung findet. (ck/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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