„Das Dach über uns bewegt sich“

Olympia 2021: Erdbeben erschüttert Tokio - TV-Reporter ist live auf Sendung

TV-Reporter Mark Beretta berichtete über das Erdbeben in Japan.
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TV-Reporter Mark Beretta berichtete über das Erdbeben in Japan.

In der Nähe von Tokio kam es am Mittwochmorgen zu einem kleinen Erdbeben. Ein Olympia-Reporter schilderte den „seltsamen Moment“ live im TV.

Tokio - Beunruhigende Nachrichten aus Tokio*: Am Mittwoch kam es zu einem kleinen Erdbeben. Olympia*-Athleten und Journalisten berichteten von bis zu drei Minuten langen Erschütterungen.

Der Katastrophenschutz-Dienst „UN NERV“ verkündete über Twitter: „Gegen 5:42 Uhr gab es ein Erdbeben, dessen Epizentrum vor der Küste der Präfektur Ibaraki lag. Die Tiefe des Epizentrums beträgt etwa 30 Kilometer, die Stärke des Erdbebens beträgt M5,6 und die maximale seismische Intensität 2 wird in den Präfekturen Miyagi und Chiba beobachtet. Über den Tsunami, der durch dieses Erdbeben verursacht wurde, müssen Sie sich keine Sorgen machen.“

Olympia: Erdbeben vor Tokio - In Japan ganz normal

Der Dienst muss solche Meldungen mehrmals täglich verbreiten, denn: In Japan bebt die Erde rund 5000 Mal im Jahr. Das Land liegt auf dem Pazifischen Feuerring, dort stoßen Kontinentalplatten aufeinander. Erdbeben zählen also zum japanischen Alltag, für die zahlreichen Gäste in und um Tokio war es dennoch befremdlich. Vor allem, wenn man gerade live auf Sendung ist.

So erging es nämlich dem australischen Reporter Mark Beretta. „Willkommen zurück in Tokio - wo wir uns aktuell in einem Erdbeben befinden. Das Dach über uns bewegt sich und Sie erkennen vielleicht, dass sich auch die Lichter und die Kamera bewegen.“

Olympia: TV-Reporter schildert Erdbeben live im Fernsehen

Beretta stand auf einem Sendeturm vor dem Olympiastadion*, als die Erde bebte. Der Australier blieb nach außen ganz entspannt und sagte mit einem Lächeln auf den Lippen: „Das war schon ein seltsamer Moment. Ich habe bislang ja noch kein Erdbeben miterlebt.“

Laut den Behörden drohte zu keiner Zeit Gefahr und es gab auch keine Schäden. Ein ganz normaler Tag also in Tokio - wie auch Beretta feststellte. „Für jemanden, der hier lebt, ist es nicht sonderlich außergewöhnlich. Für einen Besucher aber natürlich schon.“

Japan wurde im Laufe des Jahres immer wieder von schwereren Erdbeben heimgesucht, in den meisten Fällen kamen die Bürger mit dem Schrecken davon. Die große Gefahr nach den Beben: Tsunami. Die Flutwellen entwickeln eine zerstörerische Kraft, unvergessen ist die Katastrophe von 2011. Damals starben rund 20.000 Menschen. (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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