Besondere Aktion seiner Partnerin

Deutscher Athlet kämpft nach Medaillen-Überraschung mit den Tränen - „Ich bin so überwältigt“

Jonathan Hilbert kämpfte nach seiner Silbermedaille mit den Tränen.
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Jonathan Hilbert kämpfte nach seiner Silbermedaille mit den Tränen.

Der deutsche Geher Jonathan Hilbert richtet nach seinem Sensations-Silber rührende Worte an seine Freundin, die ihn mit einer besonderen Aktion unterstützte.

Sapporo - Völlig überraschend gewann Jonathan Hilbert am Freitagmorgen japanischer Zeit die Silbermedaille im Straßengehen über 50 Kilometer. Die Reaktion des 26-Jährigen kurz nach seinem Erfolgserlebnis war emotional, bei seiner Danksagung wurde der Geher von seinen Gefühlen übermannt. Grund dafür war eine besondere Aktion seiner Partnerin.

Olympia: Geher Jonathan Hilbert holt überraschend Silber - nach dem Rennen wird es hochemotional

Der Thüringer, der die erste deutsche Medaille* seiner Disziplin bei Olympia* seit 1992 holte, ging ohne große Ambitionen auf ein Edelmetall ins Rennen, wie er im Interview mit der ARD erklärte. „Wenn mit das einer vor dem Rennen gesagt hätte, dem hätte ich einen Vogel gezeigt“, meinte der hauptberufliche Polizeimeister. „Dass hier Silber herausspringt, wer hätte das ahnen können? Wenn ich hier in die Top 15 gekommen wäre, hätte ich mich gefreut“, so der überglückliche Athlet.

Neben seinen Familien und seinen Ärzten dankte er auch seiner Freundin Anna, die ihm einen Brief für jeden Tag nach Tokio mit auf den Weg gegeben hatte. „Gestern haben wir den letzten Brief zusammen geöffnet. Es ist besonders, wenn man ein paar handgeschriebene Worte von seiner Freundin mitbekommt, was heutzutage eine Seltenheit ist“.

Olympia: Jonathan Hilbert gewinnt die Silbermedaille und widmet sie seiner Freundin - „Bin so überwältigt“

Dann folgte eine emotionale Dankesrede. „Sie glaubt in jeder Sekunde an mich, sie hatte ein gutes Gefühl für den Wettkampf und hat mich immer aufgebaut“, so Hilbert, dessen Stimme immer brüchiger wurde. „Wir haben jeden Tag gefacetimed, drei, vier Stunden. Sie hat sich Zeit für mich genommen und hat geschaut, dass es mir gut geht. Das ist auch für dich, Anna“, widmete er seiner Partnerin Freudentränen die Medaille.

„Ich bin so überwältigt, ich kann es gar nicht glauben. Ich sehe mich momentan nicht als Silbermedaillengewinner“, meinte er zum Ende seines Interviews ungläubig. Es werde noch ein paar Tage dauern, bis er seinen Erfolg realisieren könne.

Nach einem starken Schlussspurt setzte sich der Geher von der LG Ohra-Energie gegen den Kanadier Evan Dunfee (3:50:59) durch, der Bronze holte. Ein Mann war allerdings schneller als Hilbert, der nach 3:50:44 Stunden ins Ziel lief, Dawid Tomala (3:50:08) holte die Goldmedaille für Polen. (ajr) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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